Markus Naewie: Genuss im Wandel – trinken wir wirklich weniger oder nur anders?

Shownotes

Was passiert mit Genuss, wenn Gesundheit zum Projekt wird? Trinkt die junge Generation weniger Alkohol – oder nur anders? Und wie erfindet sich ein 333 Jahre alter Weinhandel in einem rückläufigen Markt neu?

In dieser Episode spricht Jonathan Schwarz mit Markus Naewie, CEO der SCHULER 1694 AG, über Genusskultur, den Druck im Weinhandel – und darüber, wie sich eines der ältesten Familienunternehmen der Schweiz neu erfindet. Der Weinkonsum in der Schweiz sinkt seit Jahren. Und doch zeigt sich eine überraschende Korrektur: Laut IWSR trinken heute 74 Prozent der Gen Z Alkohol – 9% mehr als noch vor drei Jahren. Allerdings anders: bewusster, situativer, im Wechsel mit alkoholfreien Getränken. Mit Füfvor, dem alkoholarmen Rosé-Tonic, für das Live Lab das Branding entwickelt hat, schafft Markus mit seinem Team nicht nur eine neue Produktkategorie, sondern einen neuen Anlass: den Moment vor dem Genuss.

Markus Naewie Markus Naewie ist seit 2024 CEO der SCHULER 1694 AG in Seewen-Schwyz, dem ältesten Weinhandelshaus der Schweiz. Das Unternehmen befindet sich in der elften Generation in Familienbesitz und feiert 2027 sein 333jähriges Bestehen. Bevor er zu SCHULER kam, führte Naewie internationale Marken im Konsumgütergeschäft – unter anderem bei Victorinox, CBR Fashion und Karstadt.

Links GDI „Feelgood Revolution“ (Studie Nr. 61, Autoren Christine Schäfer, Gianluca Scheidegger, Johannes C. Bauer, publiziert 27. Mai 2026, kostenloser Download), Kurzfassung und Quiz

IWSR Bevtrac H1 2026 – Medienmitteilung vom 14. Juli 2026 Vertiefende Analyse (Bevtrac Wave 1)

NielsenIQ zum Zebra Striping – Originalanalyse statt Sekundärquelle

BLW „Das Weinjahr 2025“ — Medienmitteilung vom 21. April 2026, Statistikseite mit dem vollständigen Bericht als PDF

Sucht Schweiz, Zahlen und Fakten Alkohol Langzeitreihe beim Obsan, Pro-Kopf-Verkauf 2001–2024 Zukunftsinstitut, Megatrend Gesundheit

Host Jonathan Schwarz

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Transkript anzeigen

00:00:00: Der Schaden, kein Wein und keinen Spaß zu haben ist psychologisch wesentlich schlimmer als der Schaden den vielleicht eine Flasche Wein auf die Leber der betreffenden Person ausübt.

00:00:17: Herzlich willkommen im Blabla Lab dem Podcast über Menschen, Marken und Begegnung!

00:00:23: Ich bin Jonathan Schwarz, Managing and Creative Director bei LiveLab Und heute sprechen wir ja über Genuss... ...über Generationen und über die Bedeutung von dem Moment.

00:00:34: Ich habe heute einen Gast, der ein Unternehmen führt das älterst als die Schweiz wie wir sie kennen.

00:00:51: Aus dieser Fuhre wurde ein Handelshaus, das heute in der elften Generation existiert.

00:00:56: Die Schula-Sechzehnhundert-Vierundneunzig AG in Sevenschwitz.

00:01:01: Eigene Weingüter, eigenes Labor, eigene Küfferei!

00:01:05: Und mein Gast ist seit zwanzig vierundzwanzig CEO dieses Hauses.

00:01:10: Herzlich Willkommen, Markus Snaby.

00:01:13: Hallo Johnny, herzlichen Dank für die Einladung.

00:01:15: Schön

00:01:15: dass du da bist, Markus.

00:01:16: Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam über dieses Thema Genuss sprechen können und natürlich auch über Schula.

00:01:23: Und den Wandel in der Genusskultur auch für euer Business bedeutet?

00:01:30: Ja

00:01:30: das ist ein extrem spannendes Thema und auch für mich ein extrem spannendes Thema weil wie du gesagt hast ich bin seit Januar zwanzig vierundzwanzig CEO von Schula sechzehnvierundneunzig Und das ist mein erster Ausflug in die wilde Welt der Weine und Spiritosen.

00:01:46: Ich kann dir sagen, dass war ein lustiger Ritt die ersten drei Jahre.

00:01:49: Du kommst aus dem Markengeschäft auch vorher schon?

00:01:52: Du warst bei Vektorinox, bei CBR Fashion Group, bei K-Stadt.

00:01:58: Du bist quasi jemand, der gelernt hat, Marken zu führen, die man in die Hosentaschen stecken kann oder Marken anziehen kann.

00:02:05: Jetzt führst du eine Marke, die trinken kann.

00:02:08: Schuler-Sechzehn-Vierneunze ist ein ganz besonderes Unternehmen, sehr stark geprägt in der jüngsten Geschichte von Jakobschuler.

00:02:16: Der das Unternehmen vor gut zwei, drei Jahrzehnten persönlich übernommen hat von der Familie und er war immer ein Innovator, immer ein Vordenker und so ist das was heute Schuler Sechzehn vierneunzig so einzigartig macht.

00:02:30: Du kannst uns eigentlich vergleichen mit Inditex oder H&M.

00:02:34: Wir besitzen keinen einzige Baumwoll-Plantage wie Inditext und H&m, also wir besitzten keinen einzigen Rehberg als Schuler, aber wir nehmen Verantwortung vom Rehberg.

00:02:45: Bauen sehr viele Weine in der Schweiz aus und achtzig Prozent der Weine die du bei Schuler genießen darf, weil Genuss ist ja unser großes Stichwort.

00:02:54: heute gibt es exklusiv nur bei Schule, ähnlich wie beim Sarah oder H & M die Bluse, die Hose das Kleid.

00:03:01: Du kannst es nicht bei Marno kaufen und du kannst es nur bei ihn kaufen.

00:03:06: Und so ist das mit unseren Weinen auch wenn ich da in so ganz ... sag ich mal wirklich strahlende Markennamen denke Amaneiro, Don Pascual, Ilgo Vernonobile oder jetzt auch neue Innovation Garnaccia Blanca, Garnacha Tinto.

00:03:23: Das sind spannende Produkte.

00:03:26: Das macht ihr alles in Direktvertrieb.

00:03:28: Das machen wir alles im Direkt-Vertrieb, weil wir halt, äh, aus logistischen Gründen nach Seven übergesiedelt sind.

00:03:43: und du hast uns ja schon mal besucht in Seven.

00:03:46: da steht eine riesige Kellereianlage Da sind wunderschöne unter der Erde, fünfzehn Meter unter der Erde Bariklagermöglichkeiten Und wir haben ein ganz tolles Produktteam und vor allen Dingen einen ganz tollen Kellermeister, der seit vierunddreißig Jahren das Handwerk betreibt.

00:04:03: Da lerne ich jeden Tag dazu!

00:04:04: Wahnsinn, wunderschön!

00:04:07: Wenn du von Victorinox, von K-Stadt und Co.

00:04:10: kommst was sind Dinge die du mitgebracht hast, die beim Bein auch sofort funktioniert haben?

00:04:16: oder was sind vielleicht auch Dinge, die gar nicht funktioniert haben?

00:04:20: Also was ich mitgebracht habe aus meiner Bertelsmann, K-Star CBR, Victorinoxzeit ist sicherlich zwei ganz wichtige Ankerpunkte.

00:04:29: Das eine ist das Thema Marke und Markenführung.

00:04:33: Das ist sehr, sehr wichtig.

00:04:34: Das ist auch was, glaube ich, wo die Weinbranche sich noch weiterentwickeln kann.

00:04:38: Weil natürlich es ist eine Naturprodukt.

00:04:40: Jeder Jahrgang ist unterschiedlich und es gibt hunderttausende Weine also gibt ganz wenige Menschen, die wirklich fünfzig Jahre den gleichen Wein trinken.

00:04:48: Und auf der anderen Seite das Thema Customer Journey.

00:04:51: Das, was ich lernen muss, ist wirklich zu verstehen ... Was macht eigentlich die Weinbranche aus?

00:04:56: Weil du hast so viele Variablen und du hast ganz wenig Konstanz.

00:05:00: Und wenn du jetzt auch tiefer in die Seele der Konsumentinnen und Konsumenten guckst, die einkaufen Wein wie Männer- und Frauenpaffin.

00:05:08: Der Flakon muss schön aussehen also die Flasche muss schön Aussehen.

00:05:10: andere kaufen Wein weil sie einfach nach dem Geschmack gehen.

00:05:15: Den kannst du auch in der Mineralwasserflasche präsentieren, die interessieren sich primär für den Geschmacks.

00:05:20: Andere kaufen nach dem Etikett, andere kaufen nach der Rebsorte, andere kaufen nach der Weinregion, andere Kaufen nach irgendwelchen Parkapunkten-Fallstaffpunkten und was es da an der Branche alles so gibt?

00:05:31: Es gibt sozusagen nicht wie jetzt in der klassischen Markenindustrie einen ganz harten Markenkern Du hast immer das gleiche Statement, sondern du musst extrem offen sein.

00:05:42: Um diese verschiedenen Ansatzpunkte wie du überhaupt mit der Kundin oder dem Kunden ins Gespräch kommst zu treffen.

00:05:49: Sehr spannend!

00:05:50: Danke für den Einblick.

00:05:52: Du bist ja in einem Familienunternehmen was jetzt im Elf der generationellen Familienbesitz ist.

00:05:57: Wie ich es richtig im Kopf habe eines der zehn ältesten Familien Unternehmen in der Schweiz.

00:06:02: Philipp Schula führt als Präsident die Schulagruppe.

00:06:06: Wie ist es jetzt für dich als externer CEO in einem Haus, das fast dreihundertdreien dreißig Jahre Geschichte in sich trägt?

00:06:15: Wie viel Freiheit hat man da?

00:06:16: Wo ist Geschichte im Vorteil und wo ist Geschichte in Gewicht.

00:06:19: Das was Jakobs Schule auch immer sozusagen mit uns teilt – und Jakob ist natürlich der, der am längsten das Unternehmen geprägt hat und heute noch bei uns seinen Büro hat und da er ist als Patron und für uns ganz wichtig ist bei Schuler.

00:06:33: die Geschichte gibt Halt, die Geschichte gibt uns Glaubwürdigkeit.

00:06:39: Die Geschichte gibt und Selbstbewusstsein.

00:06:41: aber wir dürfen natürlich nicht wie ein Autofahrer nur in den Rückspiegel gucken weil dann fährst du irgendwo für die Wand oder kommst nicht an sondern musst eigentlich achtzig Prozent im Blick nach vorne richten und nur zwanzig Prozent in den Rückspiegel gucken.

00:06:52: diese Balance zu finden, sich quasi von so einer überwältigen Geschichte nicht zu sehr auf den Fründen der Vergangenheit auszuholen sondern nach vorne zu gucken und auch diesen extremen Wandel im Markt, auf dem wir sicherlich noch zu sprechen kommen wahrzunehmen und zugestalten.

00:07:10: Und nicht nur zu reagieren das ist sozusagen glaube ich die eine große Einschränkung in Kontext-Historie.

00:07:17: Die andere ist in Familienunternehmen, ich mache mir da immer ein Spaß draus wenn ich Bewerbungsgespräche habe sind alle Kandidatinnen und Kandidaten immer sozusagen vorbereitet mit ihren zehn Punkten warum ein Familienunternehm besser ist als eine anonyme Aktiengesellschaft oder was weiß ich?

00:07:33: Und ich drehe dann immer gerne den Spieß um und sag mich interessiert nicht war warum ihr für einen Familienunternehmer schaffen wollt sondern sagt mir mal drei Gründe warum er nicht für ein Familien Unternehmen arbeiten wollte.

00:07:43: also was sind so sagen auch Die Schattenseiten, weil wir wissen jeden Jan, egal wie du's nimmst.

00:07:48: Alles was einen positiven Effekt hat auch einen negativen Effekte.

00:07:51: Es kommt letzten Endes drauf am Wie gehst Du damit um?

00:07:54: Und da ist es natürlich in Familienunternehmen immer so ein Familienunternehm, egal was auf deiner Visitenkarte steht kannst du nur mit der Familie führen und nie gegen die Familie führen.

00:08:05: Und ich glaub diese Demut und Bescheidenheit in Familien unternehmen, die Freiheitsgrade realistisch einschätzen zu können das gehört einfach in eine gute Governance-Strukturenfamilienunternehmen dazu.

00:08:19: Du hast auf LinkedIn mal geschrieben, für uns ist Wein kein Accessoire.

00:08:25: Wein ist Kultur, Charakter und Handwerk.

00:08:29: Inwiefern ist Wein für dich anders als andere Getränke?

00:08:33: Es isst!

00:08:35: Historisch gesehen eigentlich das natürlichste Getränk, was du hast.

00:08:38: Schon die römischen Legionen sozusagen haben um sich zu stärken Wein mitgenommen.

00:08:44: Haben aber auch aus Desinfektionsgründen Wasser mit Wein gemischt.

00:08:47: Du weißt damals, was mit der Hygiene nicht so weit wie es heute ist.

00:08:51: Aber es ist ein enorm historisches Getränkt.

00:08:55: und auf der anderen Seite hat sie's dann über ich glaube gerade im zwanzigsten Jahrhundert gewandelt in dem... Auf der einen Seite war es eigentlich der schönste Teil ist immer noch ein Speisebegleiter.

00:09:07: Also es ist einfach fantastisch, wenn du den richtigen Wein mit dem richtigen Essen kombinierst kannst du vollkommen neue Geschmackserlebnisse erzeugen und dich auch selbst weiterentwickeln.

00:09:18: das ist toll!

00:09:19: Dann gibt's sicherlich das Thema Wein als Entspannung.

00:09:22: also ich nehme einfach mal zwei Zitate jetzt aus meinen letzten fünfundzwanzig Jahren Als ich bei Bertelsmann angefangen habe und bei Dr.

00:09:28: Klaus Eyerhoff im Bereich Multimedia und später Direct Group mitgestalten durfte ... war nach vier Wochen sozusagen der erste Spruch, den ich mir für mein Leben gemerkt habe von Dr.

00:09:39: Klaus Eierhoff.

00:09:40: Wenn wir mal eine schwierige Aufgabe im Vorstand haben oder ein Kreativitätsprozess anstoßen wollen, dann machen wir ne gute Flasche Rotwein auf und dann geht es sozusagen das Brainstorming los.

00:09:49: Also das ist mir hängen geblieben?

00:09:50: Ganz

00:09:50: spezieller Moment in dem die Flaschen Wein ne Rollat hat!

00:09:53: Genau

00:09:53: als Kreativitiesförderer.

00:09:56: Dann gibt's das wunderschöne Zitat von Churchill was glaube ich das Lieblingszitat von Jakob Schuler is'.

00:10:02: Mal gespannt, ob du eine Antwort drauf hast.

00:10:04: Wie nennt man eine Mahlzeit ohne Wein?

00:10:08: Oh ... vielleicht Gehaltlos!

00:10:14: Auch gut.

00:10:14: Aber sozusagen Churchill hat gesagt Frühstück.

00:10:18: Das ist jetzt nicht irgendwie nur ein Lieblings-Zitat von Jakobschuler, sondern das lebt er.

00:10:23: also zum Mittagessen, zum Kaffee, zum Abendessen gibt's halt immer ne gute Flasche Wein und Gut heißt nicht unbedingt teuer.

00:10:29: Gut heißt sozusagen passend interessant innovativ.

00:10:34: Das gehört dazu.

00:10:35: Und dann gibt es natürlich im, im einundzwanzigsten Jahrhundert einen neuen Trend.

00:10:41: das ist dieses ganze Thema sich selbst belohnen sich selbst wertschätzen einfach mal zur Ruhe kommen Der Genuss im Stillen.

00:10:51: Also das klassische Bild, was dann sozusagen wieder Wein und Berdelsmann wunderbar, also Schule und Berthelsmann verbindet?

00:10:56: Du setzt dich halt abends auf die Veranda oder an den See, hast dein Buch dabei, liest, denkst und genießt ein Glas Wein!

00:11:06: Und das... Zeichnet für mich Wein aus, Wein ist das langsamste Getrennung was wir Menschen haben.

00:11:12: Also du kannst einen Vodka wegschütten, du kannst ein Bierwett schicken, du kannst Wasser sozusagen auf X lernen.

00:11:17: ich habe noch nie einen Menschen gesehen der eine Flasche Rotwein auf X gelehrt hat.

00:11:21: Vielen Dank dass du da so bisschen die ganze Kultur hinter dem Wein ausbreitest weil wie du sagst es ist enorm wie das Getränke uns als Menschen durch unsere Geschichte schon durch begleitet hat und wie viele Facetten geschmacklich, aber auch von der Situation her.

00:11:38: Von dem Moment in dem Bein-Roller spielt wie viele Facetten da drin stecken und für euch als Market dann entsprechend auch relevant sind.

00:11:47: Wir kommen noch zu einer Frage die ein bisschen auf einer persönlichen Ebene spielt.

00:11:51: Als Agentur sagen wir live ist die stärkste Kommunikation Und ich möchte vor dir gerne wissen was dein stärkster Livemoment ist.

00:12:00: Dein Stärkster live moment Markus, gibt es einen Moment für dich wo du gemerkt hast, boah das gibt's nur live.

00:12:09: Das hat dir irgendwie Gänsehaut bereitet oder dich irgendwo mitgenommen?

00:12:13: Da gehe ich ins Jahr three-neunzig zurück.

00:12:16: Agadir halbfinale ATP Turnier gegen... Die Tennis-Ikone Marokos, Junis Elanui.

00:12:26: Halbfinale in Agadir.

00:12:28: vor viertausend Zuschauern ausverkauft das Centercourt.

00:12:31: Primetime einundzwanzig Uhr lief auf allen Fernsehensendern in Marokko und ... Das ist dann wirklich wenn du da so eine Laola siehst mit viertausend Menschen im Tennisstadion und die alle ihren heimischen Hero anfeuern.

00:12:45: Agadira war natürlich auch Tourismusort.

00:12:47: also Deutschland war sozusagen auch mit irgendwie zweihundert Touristen, die nebenan in den Ferien-Resorts waren.

00:12:53: Die dann auch zum Halbfinale gekommen waren...

00:12:55: Und du einer von den zweihundert?

00:12:56: Ich einer der zwei, die unten auf dem Platz standen!

00:13:00: aus meiner alten Tennis-Karriere.

00:13:02: Also da hattest du eigentlich zweieinhalb Stunden nur Gänsehaut als Spieler und musstest da echt gucken, wie gehst Du damit um?

00:13:11: Dass halt irgendwie drei tausend achthundert Menschen gegen dich sind und zwanzig Menschen für Dich sind.

00:13:16: aber es war halt einfach eine tolle Atmosphäre.

00:13:18: Du bist eben doch irgendwo auch in der zweiten Karriere jetzt unterwegs als CEO.

00:13:22: Du hast vorher große Tenniskarriere gehabt?

00:13:25: Ja also ich hab mit ... Ich hab dann mit ab dem fünften Lebensjahr Bestand.

00:13:37: das Leben, also war relativ einseitig wie es beim meisten Leistungssportland aber ist.

00:13:41: Aufstehen erste Trainingseinheit Schule.

00:13:43: zweite dritte Trainings Einheit Hausaufgaben Bett und das sechs Tage die Woche.

00:13:48: Also es ging jeden Tag so viele Auslandsreisen viele Turniere Und habe dann aber als Dank und wirklich als schöne Belohnung von neunzehnundachtzig bis neunzentvier, neunzigfünf Jahre auf der ATP-Tour gespielt.

00:14:02: Damals sag ich mal die Ikone des Schweizer Tennis Jakob Lasek das war sozusagen meine Zeit Marc Rosset.

00:14:10: auch sage ich mal dann die zweite Ikone bevor natürlich die Überikone Roger Federer kamen.

00:14:15: Das war aber schon nach meiner Zeit.

00:14:17: Danke für die Anekdote.

00:14:18: es ist ein wahnsinnig starker Moment.

00:14:23: Wir gehen von da aus wieder zurück zu dem Thema Genuss und zur Frage, welche Rolle spielt Genuss in unserer Gesellschaft.

00:14:31: Und so ein bisschen als Rahmen sozusagen habe ich eine Studie mitgebracht vom Gottlieb-Duttweiler-Institut vom GDI.

00:14:39: Die Studie wurde im Mai twenty sechsundzwanzig gerade erst publiziert ist also noch recht frisch und sie trägt den Titel Feel Good Revolution!

00:14:49: Das ist die erste repräsentative Erhebung für den deutschsprachigen Raum zu der Frage, wie wir über Ernährung, Gesundheit und Aussehen denken.

00:15:00: Und das ganze spielt auch in dem großen Trend Longivity irgendwo mit rein.

00:15:08: Wir verlinken die Studie auch in den Show Notes.

00:15:11: Ich bringe mal zwei Zahlen einfach einstiegsweise aus dieser Studie mit rein Die Wellness Wirtschaft in die eigentlich da alles reingerechnet wird, was dann sich um Ernährung, Gesundheit und Aussehen mit Bezug zu Wellness dreht.

00:15:27: Diese Wellness-Wirtschaft wächst weltweit enorm momentan.

00:15:31: Longevity Trend ist wirtschaftlich extrem gut nachvollziehbar und war bereits zwanzig vierundzwanzig mit sechs Komma acht Billionen Dollar größer als zum Beispiel die Sportindustrie oder die Tourismusindustrie.

00:15:47: Und trotz dieser Rekordinvestitionen, die in unser Wohlbefinden stattfinden gibt es die Hälfte der Befragten und Konsumenten an, dass sie sich häufig müde fühlen und erschöpft fühlen.

00:16:04: Die Grundthese in der Studie ist das Projekt Selbstoptimierung unter Druck.

00:16:08: sich wohl zu fühlen kann selbst zum Stressfaktor werden.

00:16:12: Man könnte auch sagen, vielleicht eine Gesellschaft die den Genuss optimieren will tut sich schwer mit Genuss.

00:16:17: Wie nimmst du diesen Trend wahr?

00:16:19: Bist du selbst ein Selbstoptimierer?

00:16:22: Optimierst du deinen Genuss?

00:16:23: Ich hab glaube ich das ganz große Glück dass ich ne wundervolle Familie habe Frauen und zwei Kinder.

00:16:32: Das ist für mich Lebensqualität, das is für mich Genuss.

00:16:36: Die sehe ich viel zu selten Ich arbeite viel zuviel, aber es ist immer noch eine Balance und ich habe den Sport, den ich zu allen Tages- und Nachtzeiten wann immer ich Zeit finde praktiziere.

00:16:49: Dieses Thema Longevity Selbstoptimierung löst bei vielen Menschen mehr Druck aus als Freude.

00:16:56: Ja, dass sie sich so sagen selbst eigentlich wie Leistungssportler unter Druck setzen und gewisse Ziele erreichen wollen.

00:17:04: Mit den neuen Social Media Möglichkeiten wo sich ja jeder darstellen will und zeigen will musst du ja heutzutage wenn du egal ob du jetzt in Paris bist oder in Interlaken bist oder im Van der Eichel bist.

00:17:17: manchmal fragst du dich gucken sich die Touristen, eigentlich noch die Touristenspots an.

00:17:23: Oder sind sie sozusagen arbeiten sie Listen ab?

00:17:25: Hier muss ich ein Real machen da muss ich einen Foto machen Da muss ich noch ein Text schreiben.

00:17:29: also ich glaube dieses Kind bewusste genießen für mich und nicht mich zur Schau stellen.

00:17:35: das ist ein ganz schwieriges Thema geworden.

00:17:37: Die Menschen sind heute so viel mit Tätigkeiten beschäftigt auch durch digitalen Medien Das wirklich dieses Thema Ruhe Entspannung sicherlich zu kurz kommt.

00:17:50: Das verhält ja viele auch, sage ich mal diesen Trend.

00:17:53: Yoga Pilates Entspannung Digital Detox das sind ja alles Begriffe die heute ganz ganz weit oben stehen wobei die meisten Menschen sich nicht lösen.

00:18:02: also sie kennen die begriffe aber es ändert sich nichts im Verhalten.

00:18:05: man

00:18:05: schaut sich streams über digital detox an Genau.

00:18:09: Was bedeutet dieser Wellnesstrenn für den Weingenuss?

00:18:12: Eigentlich müsste im Herzen dieses Wellnessgenuss stehen, weil Wein steht wie gesagt für Entschleunigung, Wein steht eigentlich für soziale Zusammenhalt also diese Szenarie was ich am Anfang beschrieben hat Ich sitze mit meiner Flasche Wein alleine mit meinem Buch am See oder auf der Terrasse.

00:18:29: das ist wirklich sage ich mal noch die kleinste Gruppe an Weinkonsumentinnen und Weinkonzumenten.

00:18:35: es isst eigentlich ja mehr Oder immer noch.

00:18:38: du sitzt bei Tisch und meistens nicht alleine, weil alleine macht es keinen Spaß eine Flasche Wein aufzumachen.

00:18:42: Du sitzt zusammen, du lädst Freunde ein.

00:18:44: Du machst einen Appero ... Das sind diese sozialen Momente.

00:18:50: Weshalb wir bei Schuler-Sechten-Vier-Ninzig auch einen ganz alten Marketingclaim ausgegraben haben und modern interpretiert haben?

00:18:57: Gute Weine, gute Freunde, gute Zeiten!

00:19:00: Und das sag ich mal in der modernen Marketingführung ist sozusagen kein ... nacheinander geordneter Stream, sondern das ist eigentlich ein Kreislauf.

00:19:09: Du kannst

00:19:09: überall einsteigen und wenn du es zusammenpackst kommt eigentlich immer was Gutes bei raus.

00:19:14: und auf der anderen Seite hast du natürlich aber auch den Trend Selbstoptimierung im Sinne Auch eines Gesundheitsbewusstseins und longevity.

00:19:23: wo das Thema Ernährung?

00:19:24: Wo das Thema Ruhezeiten wo das thema Herz-Kreislaufsystem eine wichtige Rolle spielt.

00:19:31: Und da ist es durchaus Nachvollziehbar, dass auch das Thema Alkohol-Konsum im Allgemeinen anders vielleicht wahrgenommen wird als noch vor fünfzig Jahren?

00:19:45: Ich habe so insgesamt den Eindruck – also vielleicht auch wenn ich an meine Jugend denke.

00:19:51: Früher musste man ein bisschen mehr den Verzicht vielleicht begründen.

00:19:56: auch heute muss man vielleicht eher den Konsum von von Alkohl begründen Nach dem Motto ein bisschen, es kommt alle stärker ins Bewusstsein.

00:20:05: Irgendwo was Akku mit dem Körper macht irgendwie auch.

00:20:07: Ob das gut ist oder schlecht ist, ob man gut schläft danach oder nicht gut schläft danach.

00:20:11: Man isst ein bisschen weniger im Moment und ein bisschen mehr auf einer rationalen Ebene von den Dingen die man zu sich nimmt und was sie mit einem machen.

00:20:19: Es braucht... sozusagen einen stärkeren Anlass, eine stärkere Geschichte, eine Stärke der Begründung, eine stärkere Erlaubnis ein Stück weit vielleicht auch für den Konsum.

00:20:29: Kann ich nachvollziehen?

00:20:31: Ich glaube, der Punkt, der mir am besten an deiner Frage gefällt ist das Thema Rationalität.

00:20:36: Ich glaub wir verlieren immer mehr dieses einfach mal die Seele baumeln lassen.

00:20:42: Das war ja so in den Siebziger, Achtziger Jahren gerade auch in der Verlagswelt ein ganz, ganz wichtiger Trend wo dann wirklich ganz viele Bücher erschienen,

00:20:50: wo

00:20:50: entweder direkt oder indirekt immer sozusagen mitschwangen, die Seelle baumen lassen.

00:20:55: Zeit für mich selbst, Zeit für Gefühle.

00:20:57: das erlebe ich als Trend dass es weggegangen.

00:21:01: du steckst heute wie in einer Zwangsjacke wie im Korsett der Rationalität Und das ist natürlich auch gerade für ein Genussprodukt.

00:21:11: Also du kannst Wein nicht rational begründen, ja?

00:21:15: Es gab jetzt am Sonntag... Das

00:21:16: gibt immer wieder Versuche würde ich sagen!

00:21:18: Genau

00:21:18: es gab am Sonnentag das wunderschöne Zitat vom deutschen Marathon Europameisterschaftsgewinner der gesagt hat die Strecke war furchtbar schwer.

00:21:26: mir tut alles weh aber ein paar gute Gläser Rotwein und dann bin ich wieder fit.

00:21:33: Das ist aber auch emotional und ich glaube, das ist das Entscheidende.

00:21:38: Wenn du guckst, wer ist jetzt in der Neuzeit eigentlich der größte Markenbotschafter für Wein?

00:21:43: Das sind keine Weingurus, das sind keine weingüter Besitzer.

00:21:47: Wenn du wirklich mal in den sozialen Medien schaust, wer hat die höchste Reichweite?

00:21:52: Ist das Scott Giver-Galloway aus dem USA der eigentlich ganz anders an das Thema herangeht und der eigentlich wieder mit diesem wunderschönen Thema Emotionen kommt.

00:22:00: von ihm stammt das Zitat was er auf jeder seiner Konferenzen sagt Der Schaden kein Wein um keinen Spaß zu haben für ein dreienzwanzigjähriges Mädchen oder Jungen ist psychologisch wesentlich schlimmer als der Schaden, den vielleicht eine Flasche Wein auf die Leber der betreffenden Person ausübt.

00:22:20: Und ich glaube das ist nochmal so.

00:22:21: dieses Thema Balance seelisches Gleichgewicht, seelische Zufriedenheit und rationale Zufredenheit.

00:22:30: Wenn man so ein bisschen vielleicht zumindest Im Privatleben, aber ich würde nicht nur im Privatleben sein.

00:22:36: Das wäre vielleicht auch eine Frage an dich wie du das sozusagen wahrnimmst in deinem Leben?

00:22:40: Wie können wir Emotionen und Rationalität wieder ein bisschen stärker in die Balance bringen?

00:22:44: Ich nehme das so wahr, wie du gefragt hast dass Rationalitet eigentlich im Berufsleben und im Privatleben sehr stark die Überhand genommen

00:22:50: hat.

00:22:51: also ich kann es auch unterstreichen oder ich finde mehr Wir sind in der Phase wo sehr viele gängige Rituale aufgebrochen werden irgendwo insgesamt auch übergeordnete gesellschaftliche Erzählungen weggebrochen sind vielleicht auch Und jeder im Individualismus halt eine größere Verantwortung hat, sich eigene Geschichten zu suchen, eigene Rituale zu suchen.

00:23:10: Das ist eine sehr große Aufgabe.

00:23:12: also ich schätze diese Freiheit enorm die wir als Gesellschaft da haben dass wir ja überhaupt in so Verhältnissen leben dürfen und diesen Luxus haben uns selbst Gedanken zu machen.

00:23:22: aber es verlangt dem einzigen auch extrem viel ab und ich persönlich zum Beispiel jetzt wenn Wein geht oder im Alkohol generell.

00:23:29: Ich finde es eigentlich sehr schön, wenn ich Freunde zum Suche habe und ich kann den Klängenarten ja auch eigentlich sehr gut unterstützen sind gute Freunde ist ein guter Moment gehört für mich auch gerne eine gute Flasche Wein irgendwo dazu oder einfach etwas was diesen Moment noch vielleicht einen E-Punkt aufsetzt oder irgendwo ein schönes Ritualen noch wieder zufügt.

00:23:50: aber ich denke auch Es ist extrem stark so geworden dass jeder dort sich rechtfertigen muss Und rechtfertigen heißen im Prinzip seine eigenen Rituale neu finden.

00:24:01: Das ist eine ganz anstrengende Aufgabe auch ein Stück weit, ne?

00:24:05: Also eine ganz tolle, dass wir die haben aber muss ich ja verbewusst sein das es anstrent.

00:24:09: Ich habe Zahlen vom Bundesamt für Landwirtschaft, die du sich ja auch kennst vom April zwanzig sechsundzwanzig über den Weinkonsum im Jahr zwanzi-vomundzwantzig und zwar ist da klar ablesbar der Weinkonsum in der Schweiz drei Komma drei Prozent allgemein zurück.

00:24:30: Rotwein insbesondere minus fünf Komma fünf Prozent.

00:24:33: ausländische Weine, minus sechs Komma vier Prozent.

00:24:37: einzig Schweizer weine haben leicht zugelegt um zwei Komma Drei Prozent.

00:24:43: Wie liest du diese Zahlen, was bedeutet es für euch als Unternehmensschüler?

00:24:47: Das Thema Alkohol-Konsum und auch das Thema Weinkonsum ist über Jahrzehnte rückläufig.

00:24:53: Wir befinden uns hier in einem schrumpfenden Markt.

00:24:55: Das wurde zwei Jahre durch Covid mal kurz unterbrochen aber an dem langfristigen Trend hat sich nichts geändert.

00:25:03: wir sind heute wenn Du auf die Weltweinstatistik schaust auf den Weinabstatt snow weltweit aus den Sechzigerjahren, das heißt was in den Siebziger, Achtziger und Neunziger Jahrtausendwände sozusagen als Wachstum noch aufgebaut wurde ist in den letzten zwanzig Jahren komplett weggeschmolzen.

00:25:20: Das ist ein massiver Trend.

00:25:22: Das trifft aber nicht nur die Weinindustrie, dass es auch Brauereien trifft, also die Spiritosenindustrie.

00:25:28: Der einzige Bereich der im alkoholischen Bereich noch wächst aus meiner Erfahrung ist das Thema Ready to Drink und das Thema Cocktails.

00:25:36: Ich durfte vor drei Jahren zum ersten Mal auf die OEMR zu Hamburg, ich glaub du warst letztes Jahr zum ersten mal auf der OEM?

00:25:41: Dieses Jahr!

00:25:44: Also OEMr große Marketingkonferenz in Hamburg vielleicht sogar die größte in Europa inzwischen

00:25:49: Und ich durfte dann abends zur About You Zalando Party gehen.

00:25:55: Du wirst es nicht glauben.

00:25:57: Frage an dich Es gab drei Es gab vier Getränkestände.

00:26:03: Es gab sozusagen Softdrinks, es gab Wein, es gab Bier und es gab Cocktails.

00:26:09: Was würdest du sagen?

00:26:10: wann die Wartezeiten an diesen vier ständen?

00:26:13: Ja vermutlich bist du überall lange angestanden bis auf der Weintäke würde ich jetzt mal vermuten.

00:26:20: Also du liegst nicht falsch.

00:26:22: Bei Wein wurde ich sofort bedient und bekam mein Glas Wein.

00:26:26: Bei Bier musste ich nicht lange warten, waren zehn Leute vor mir in der Schlange.

00:26:31: Bei Softdrinks auch, zehn, zwanzig Leute von mir in die Schlange, wo du über eine halbe Stunde gewartet hast war an der Cocktailbar.

00:26:38: Du siehst ... Die junge Generationen, sie trinkt nicht weniger Alkohol, sie dringt anders Alkohl!

00:26:46: Ich find das super spannend wie sich am Alkkoonsum doch irgendwo auf verschiedene C-Gruppen eben ... Ja, trennen voneinander ein Stück weit.

00:26:54: Ich war eben das erste Mal auf der OML in diesem Jahr und ich hatte da eine Unterhaltung mit einer selbstständigen Beraterin die sagte Wenn ich hier auf die Piersche und irgendwo nach einem neuen Kunden suche, dann gehe ich immer an den Weinstand.

00:27:07: Dort treffe ich irgendwie Mitte-Fürzig bis Mitte-fünfzigjährigen, die entsprechende Position als Marketingleiter zum Beispiel inzwischen innehaben.

00:27:16: Dort hat sie sich immer untersvoll gemischt.

00:27:19: Ich will auf dieses Generationenthema gerne mit dir noch ein bisschen tiefer einsteigen, weil ich das sehr spannend finde.

00:27:25: Und zitiere da jetzt nochmal die GDI Studie.

00:27:27: Da heißt es nämlich Wo in den Nullerjahren die Generation Komasaufen um die Häuser zog und nach dem Feiern bei McDonalds einen Big Mac verspeiste, verzichten heute die Sober Curious also die Nüchtern Neugierigen auf Alkohol- und Zigaretten und achten stärker auf ihre Gesundheit.

00:27:51: Stimmt das?

00:27:52: Lebt die nächste Generation so viel gesünder?

00:27:55: Ich könnte jetzt mit einer anderen Studie kommen von unserem Verwaltungsratspräsidenten Robert Heinzer, von Schuhler.

00:28:01: Die haben wir vor zwei Jahren ganz stark in unserer Strategiewerschaft diskutiert.

00:28:07: Da siehst du deutlich, dass bei der jüngeren Generation wirklich der Alkohol-Konsum aber auch der Weinkonsum dramatisch rückläufig ist?

00:28:14: Das ist so!

00:28:15: Und im gleichen Artenzuge hat Robert Heinza uns präsentiert, das ... Und was noch stärker als der Drogenkonsum gestiegen ist, ist die Anzahl psychotherapeutischer Behandlungen in der Schweiz.

00:28:29: Und ich glaub du musst das alles immer so sagen... Du musst gucken wo ist die Ursache?

00:28:34: Also wo ist eigentliche Begründung?

00:28:37: und ich glaube dass es in diesem Thema was du vorhin angesprochen hast Korsett selbst zwang Ticklist, die ich abstreichen muss.

00:28:46: Aufgabenliste, die habe auch soziale Vereinsamung?

00:28:51: Du kannst ja heute auf der Bahnhofstraße oder am Bölvü sitzen und da sitzen drei Freunde miteinander und die schreiben sich WhatsApps wo du so denkst hey leg doch einfach dieses scheiß Handy weg und sprich doch einfach sozusagen live!

00:29:02: Live ist doch viel schöner als digital aber die sind schon so sag ich mal digitalisiert dass sie selbst auf nächster Nähe digital miteinander kommunizieren.

00:29:11: Der zweite Punkt ist glaube Gerade jetzt bei uns im Wein, wie kommst du eigentlich zum Wein?

00:29:18: Wenn du überlegst, wann hast du dein erstes Glas Wein getrunken.

00:29:21: Wo war das?

00:29:22: Änderst du dich?

00:29:23: Ganz sicher im Kontext mit meinen Eltern am Tisch oder so die da schon ein Ritual für sich hatten sozusagen und ich da irgendwie mal dran genippt habe und gemerkt hab okay, dass ist noch nicht mein Getränk.

00:29:35: Genau aber ich glaub also... Das ist zum Beispiel einen Punkt auf den wir hinausfallen, dass wir sagen der beste Ort das erste Glas Wein oder überhaupt in dieses Thema Genuss, Weinentspannung, Zusammenhalt Geselligkeit reinzukommen ist eigentlich in der Familie.

00:29:50: Da ist aber viel verloren gegangen in den letzten zwanzig dreißig Jahren.

00:29:54: und der zweite Punkt ist ich durfte letztes Jahr ein paar Hochschulen auch Referate halten Und viele haben gesagt also sie finden jetzt Wein interessant Aber Sie wüssten gar nicht wo man Wein kauft.

00:30:06: Also wenn sie irgendwo eingeladen sind uns gibt ein Glas Wein sagen sie nicht nein Sie haben sich nie so Gedanken gemacht, wo kauf ich eigentlich ein Glas Wein oder eine Flasche Wein?

00:30:15: Das

00:30:15: obwohl – ich weiß zumindest von Deutschland glaube ich – Aldi der größte Weinhändler in Deutschland geworden ist über die Jahre hinweg.

00:30:24: Ja, der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland aber auch in der Schweiz kannst du ja sozusagen offen aussprechen wenn du nach Volumen gehst.

00:30:33: oder Wert sind Korb und Denner sozusagen die uneingeschränkten Platzhörsche im Weinhandel.

00:30:39: Das ist in Deutschland nicht anders mit Aldi, Lidl, Rewe Edeka ... In der Schweiz mittlerweile Lidle und Aldi auch.

00:30:47: Und das ist für uns natürlich auch noch mal als Fachhändler eine Herausforderung.

00:30:50: Wie positionierst du dich?

00:30:51: Und wie bringst du Menschen zum Wein?

00:30:54: Was erzählt so für eine Geschichte zu Wein?

00:30:57: Auf der anderen Seite dürfen wir halt nicht akademisch sein, weil ich glaub, dass es der größte Fehler des ... Das war der zwanzigste Jahrhundert.

00:31:07: dass die Weinindustrie so ein bisschen auf Universität gemacht hat, ne?

00:31:11: Also du musst irgendwie einen Weinsiminar belegen und den kleinen Johnson oder großen Johnson gelesen haben.

00:31:18: Und ... Du musst irgendwie primäre, sekundäre und terziere Aromen kennen.

00:31:24: Es gibt sicherlich auch heute noch Menschen, die sagen ich will genau wissen ist das jetzt ein Eichenfass oder ein Kastanienfass?

00:31:31: Ich will wissen sozusagen, ist es bei zweihundertzwanzig Grad getostet oder bei zweieinzehntzig Grad getustet?

00:31:35: aber

00:31:35: ... Man gibt so die Nerds, die sich bis in alle Details auskennen.

00:31:40: Wichtig ist, dadurch die Hürde überhaupt in das Wein-Thema einzutauchen, einfach sehr hoch geworden und irgendwo macht vielleicht auch ein Bild auf von Weinenkonsumenten, wo man nicht Teil davon sein möchte unter Umständen als jüngere Generation, weil es einem zu elitär, zu etikettelastig...

00:32:00: Wenn wir heute schon sehen dass die Menschen sich immer mehr würden auflegen und Messlatten legen, dann sollten wir als Weinhändler und Weinproduzent nicht die Messlatte künstlich noch hochschrauben sondern den Zugang ermöglichen.

00:32:14: Ich

00:32:16: habe uns neben der GDI-Studie und den Zahlen aus der Landwirtschaft noch eine weitere Studie mitgebracht, die ein anderes Licht nochmal auf die höhere Generationen wirft.

00:32:30: Das hören wir uns gleich mal

00:32:31: an!

00:32:33: Hältest du das gedacht?

00:32:37: Die Studie ist von dem International Wine & Spirits Record.

00:32:43: Und daraus geht hervor, dass seventy-vier Prozent der Gen Z Alkohol trinken.

00:32:51: vor drei Jahren waren es nur sechsensechzig Prozent.

00:32:55: So ist in den letzten drei Jahren gab es deine Steigerung um acht Prozent.

00:33:02: Menschen, die sagen das überhaupt zu sich nehmen, Alkohol trinken.

00:33:08: Die These von der abstinenten jungen Generation gilt bei IWSR damit als widerlegt.

00:33:14: Der Präsident des Instituts Martin Lodowix sagt über den Gen Z They are late to the party they're not skipping in a party.

00:33:24: Allerdings ist die Menge pro Anlass gesunken.

00:33:32: Also erstmal freut mich natürlich, dass das Thema Abstinenz jetzt nicht als Megatrend unendlich sich fortsetzt.

00:33:40: Also der erste Teil.

00:33:41: Ich habe mich kurz gefragt ob die Alkohol-Konsum ähnlich Richtung wie der Tabakonsum in unserer Gesellschaft?

00:33:47: Aber da hast du auch den Eindruck, das sind zwei verschiedenen Themen.

00:33:51: Ja, ich glaub Tabak und Alkohol haben noch mal unterschiedliche Stellenwerte.

00:33:55: Tabak ist ja doch wirklich mehr Entspannung aber auch wieder ein Stück weit Geselligkeit?

00:34:00: Also du kennst das aus dem Berufsleben auch vor dreißigvierzig Jahren.

00:34:03: Wer hat sozusagen auf Konferenzen oder auf fremden Firmenveranstaltungen den ersten Kontakt gefunden?

00:34:09: die Raucher, die dann sozusagen vor die Tür gegangen sind auf einem Balkon oder irgendwo zusammen geraucht haben.

00:34:13: also da gibt es sicherlich dieses soziale Zusammenschmelzenelement was Wein sicherlich auch ganz fantastisch hat.

00:34:20: Aber jetzt auf deine Zahlen, was mich überrascht ist.

00:34:23: Dass das Thema sozusagen Alkohol-Konsum per See wieder zunimmt auch bei der Genset?

00:34:29: Was aber natürlich über alle Altersgruppen sich zieht und ich glaube, dass es für die Wein-, Spiritosen- und Bierindustrie eigentlich das Entscheidende, was du im zweiten Teil gesagt hast... Man lehnt Alkohl nicht generell ab, aber man konsumiert bewusster und weniger!

00:34:45: Eine Ergänzung dazu vielleicht noch.

00:34:47: Ich habe bei Nielsen IQ, das ist ein weltweit führendes Marktforschungsunternehmen, noch einen Detail gefunden die sagen, siebenundvierzig Prozent der Gäste in der Gastronomie wechseln im Verlauf eines Abends bewusst zwischen alkoholischen und alkoholfreien Getränken.

00:35:04: In der Branche nennt man das Zebra Striping also sozusagen weder weiß noch schwarz sondern beides.

00:35:13: Drinundchzig Prozent der Menschen, die alkoholfreie Produkte kaufen, kaufen auch klassischen Alkohol.

00:35:19: Das fand ich sehr spannend weil man ja auch irgendwie dazu tendieren könnte zwei C-Gruppen jetzt vielleicht so unterscheiden also die, die Alko trinken und die nicht Alko dringen aber mir scheint es irgendwo stärker doch eine Durchmischung zu sein und eher eine C Gruppe die sich in ganz bestimmten Momenten für das alkoholfreie Getränk entscheidet oder einen ganz bestimmte Moment fürs Alkoholhaltige und es wechselt unter Umständen über den Abend hinweg.

00:35:41: Letztes ist das, was du am Anfang angesprochen hast oder in der Mitte.

00:35:46: Wir leben in einer offenen Gesellschaft.

00:35:48: Jeder hat heute viel mehr Selbstbestimmungsmöglichkeiten.

00:35:53: Früher hattest du noch gesellschaftliche Zwänge.

00:35:57: Ob die jetzt durch digitale Zwänge wiederkommen?

00:36:00: Oder nicht?

00:36:01: Das ist noch zu früh zu ... zu beschreiben.

00:36:04: Insofern ist dieses Thema Selbstbestimmung und freie Wahl, wie hast du es genannt?

00:36:12: Zebra

00:36:12: Striping!

00:36:13: Ein Begriff, den ich noch nicht kannte, werde ich mitnehmen.

00:36:17: Klausibler-Trend, wenn du dich wieder in die Rolle als Marketing und Markenstrategien zurückversetzt.

00:36:23: Ist dann eine Antwort, die du auch immer wieder hörst in allen Branchen.

00:36:27: Egal ob es jetzt bei uns im Wein oder im Bier, aber auch wenn du in die Textilindustrie und was weiß ich.

00:36:33: Die Mitte ist tot, wird zerquetscht, der Markt besteht nur noch aus schwarz-weiß.

00:36:37: Die Discounter unten und die Luxusmarken oben.

00:36:40: Auch die Mitte hat ihren Grund, die Mitte muss sich einfach sauber positionieren Und sie ist sozusagen nicht entweder persönliche Selbstverwirklichung oder Status-Symbol, was die Luxusindustrie ist.

00:36:54: Sondern sie hat ihren eigenen Raum.

00:36:57: und ich glaube das ist die ganz große Gefahr und da bin ich extrem dankbar bei Schüler wie wir... als Familienunternehmen hier Freiheitsgrade haben, dass wir uns bewusst zur Mitte bekennen und nicht sagen so wie viele Börsen notierte Unternehmen das machen.

00:37:12: Geht der Absatz um zehn Prozent zurück?

00:37:14: Und der Verwaltungsrat schreibt mehr vor fünf Prozent Umsatz plus zu machen erhöhe ich die Preise um fünfzehn Prozent und es funktioniert.

00:37:19: ein Trend den wir die letzten fünfzehnten Jahre massiv gesehen haben Unternehmen die noch Wachstum haben Das ist nur noch monetaires Wachstum.

00:37:26: Das Absatzwachstum ist eigentlich komplett eingebrochen und ich frag mich, wie lange kann ein Trend der quasi das gleiche Verkauf zu teuereren Geld... Wie lange macht der Konsument oder die Konsumentin das mit?

00:37:41: Es ist natürlich momentan immer noch, sag ich mal in der Marketing-Literatur und in der Strategieberatung.

00:37:46: Sei Discount oder sei Luxus die Mitte stirbt aus?

00:37:49: Ich hab auch das Gefühl dass wird ein bisschen diverser oder man kann anhand von solchen Segmenten Discounter oder High end Produkt nicht mehr so direkt Zielgruppen voneinander trennen auch ein Stück weit weil es gibt ganz bestimmte Anlässe bei dem man vielleicht eher zum Discounter geht oder ganz bestimmten Anlässen wo man woanders hingeht Und es ist halt sehr viel individueller, wann man auf welche Szene zurückgreift eben weil wir so eine große Auswahl und so eine Große Freiheit haben.

00:38:19: Ich habe insgesamt mir den Eindruck Es geht darum mit einem Produkt oder auch mit dem bestimmten Bein oder mit einem bestimmten Ready to Drink oder mit was auch immer nicht nur ein starkes Produkt auf den Tisch zu stellen sondern es geht drum den ganzen Moment ... zu bedenken im Marketing oder es geht rum, zu überlegen.

00:38:38: Was ist das für eine Szene in die dieses Getränk hineinpasst?

00:38:41: Was ist der Moment... Die Konstellation, in denen genau dieses Getrenk, genau dieses Lebensgefühl ausmacht und dann eben eigentlich darüber einen Sinnangebot macht an die Zielgruppe?

00:38:56: Er hilft ein neues Ritual Wir haben gerade schon mal über Rituaale gesprochen.

00:39:00: Er hilft den neues Rittual zu etablieren Und darüber ja irgendwo ein Stück Requisite eigentlich zur Verfügung stellt, um sein eigenes Leben mit so einem Getränk in so einen Moment zu krönen oder weiterzuerzählen.

00:39:18: Ich würde von da aus gerne auf ein besonderes Produkt und eurem Portfolio auch zu sprechen kommen, dass ihr erst vor kurzem so entwickelt habt sicher auch aus diesem Trend heraus und was irgendwo auch ziemlich genau in diese Kerbe reinschlägt.

00:39:32: Das heißt, FÜVOR ist ein Produkt über das wir uns auch kennengelernt haben.

00:39:36: Weil wir das Rebranding für FÜFOR für euch machen durften.

00:39:41: Als ich im Jahr zwanzig übernommen habe kam vom Verwaltungsrat der Auftrag Was sind unsere Markenwerke?

00:39:47: Einer ist Innovation.

00:39:48: macht doch mal einen Getränk was es auf der Welt noch nicht gibt so und das ist natürlich eine extrem hohe Messlatte.

00:39:54: Und wir haben dann überlegt Wein Ja bei Schulle den einen oder anderen Wein, den es auf der Welt nicht gibt.

00:40:03: Also ganz verrückte Ideen die aber vollkommen kundenorientiert umgesetzt sind und auch im Markt sich bewähren immer noch heute.

00:40:11: wir haben dann sehr früh auf dieser Trennskala gesehen, Ready to Drink ist eigentlich die einzige wachsende Alkoholgattung in den letzten zwanzig Jahren.

00:40:20: Dann haben wir geguckt was sind da sozusagen die großen Trenz gewesen?

00:40:23: das waren die ganzen Eisgetränke von denen das bekannteste heute immer noch da ist, Smirnoff-Eis.

00:40:28: dann war es die ganzen Spritzgetränken.

00:40:29: das bekanntste sonst ist nicht wegzukriegen auch aus dem Stadtbild Zürich nicht aberollt Spritz.

00:40:34: dann haben wir überlegt Lass uns doch mal was mit Tonic machen und sind auf ein Rosetonik gekommen.

00:40:39: Wieso Rosetonick?

00:40:40: Weil wir gesehen haben, der Rose hat eine wunderschöne Säure, hat ne schöne Frucht.

00:40:45: das passt harmoniert sehr gut mit dem Tonic aber es hat noch nicht so richtig gewürgt Und wir sind dann durch Zufall auf Lavendel gekommen haben sozusagen Lavendl beigemischt Und dann gab das sozusagen wirklich eine Geschmacks- und Genus-Explosion.

00:41:00: Lavendel ist jetzt aber nicht das typische Kräuter der Schweiz, und sind zu einer der größten Kräuterküchen in der Schweiz gereist zur Goba ins Appenzell.

00:41:09: Die Goba hat mit uns zusammen ein Appenzeller Tonic mit acht Appenzella-Kräutern und unserem italienischen Rosé aus dem Venoet.

00:41:19: Netto haben wir eine wunderschöne Kombination gemacht, ein Ready to Drink!

00:41:22: Und dann brauchst du ja für so einen Getränk auf den passenden Namen.

00:41:25: Es muss was Kreatives sein es muss auch etwas Jüngeres sein.

00:41:28: Wir waren am Anfang sehr jung, wir waren so Target-Zielgruppe XXV.

00:41:32: Der Name der in den Fokusgruppen rauskam war viel vor voll vor.

00:41:35: also ihr seht jeder Kanton hat seinen eigenen Dialekt aber es steht immer für Vorfreude auf und das ist eigentlich das perfekte Statement.

00:41:42: wir sagen ein Ready To Drink der auch noch low Alkohol ist.

00:41:46: zweite Kriterium, was wir reingenommen haben.

00:41:48: Das hat das FÜVOR ausgemacht und dann haben wir festgestellt, dass ist ein Premium-Ring!

00:41:53: Wir sind stolz, dass es mit der Grober... Manufaktur in Konten war sozusagen im Appenzell und uns gemacht wird.

00:41:59: Es ist kein Discount-Drink, das braucht eine gewisse Qualität.

00:42:04: Und als wir die Qualität und die Zielgruppe noch mal reiadjustiert haben.

00:42:09: da waren wir sehr dankbar wie ihr uns gechallengt habt, wie Ihr uns unterstützt habt und wie wir aus ganz vielen Bucks eigentlich ein super Feature gemacht haben eine sehr starke Positionierung, ein sehr starkes Getränk haben.

00:42:21: Das ab September sozusagen auch größer in der Schweiz distribuiert wird – ich sage heute noch nicht wo!

00:42:26: Das kann dann jeder auf FÜVOR nachlesen.

00:42:29: Wir haben mittlerweile über ninety-fünf Prozent Postteststudien Zustimmung zu dem Getränken, die wirklich sagen anders innovativ leicht lecker.

00:42:39: Also passt perfekt.

00:42:40: also da haben wir glaub ich, was ganz Tolles geschaffen.

00:42:43: und jetzt geht's drum die Herzen und die Köpfe der Konsumentinnen und Konsumenten zu gewinnen.

00:42:49: Denn ... Der Einzelhandel per See oder der Detailhandel ist momentan auch eher konservativ.

00:42:56: Das heißt du musst heute eine starke Story mitbringen um auch sozusagen in der Flächen der deckende Distribution zu ... ermöglichen.

00:43:03: Ich finde es ein sehr, sehr spannender Weg den ihr da geht weil auf der einen Seite spielt ihr eure ganze Produktqualität aus eurer dreihundert Jahre Tradition und Know-how in Sachen Wein und bringt ja eben auch im starken Rosewein von eurer Seite mit rein und machte halt auch nicht stopps sondern irgendwo sagt dann okay wir sind ein schweizer Familienunternehmen wir suchen uns einen starken Partner für die Rezeptur auch in der Schweiz Qualitatives Produkt, gehen da neue Wege auch nach über drehundert Jahren sowieso auf jeden Fall.

00:43:38: und dann aber eben in der in der Produktpositionierung.

00:43:43: Da noch nichts zu sagen das ist jetzt Ein Rosé Tonic unterschreiben wir auch vorne drauf.

00:43:48: Da haben wir im Übrigen sehr viel darüber diskutiert, was genau der Produktname sein sollte!

00:43:52: Ich finde es eine absolut richtige Entscheidung dazu zu sagen das Produkt heißt TÜVOR.

00:43:57: Das macht neugierig, das erzählt eine Geschichte und es erzählt einen Anlass.

00:43:59: Im Prinzip auch das macht die Szene auf.

00:44:02: Sehr spannend ist für euch denke ich der Schritt jetzt mit so einer Art von Getränk zu sagen... ...das geht jetzt nicht mehr im Direktvertrieb allein Sondern geht jetzt in den Detailhandel.

00:44:13: Wie groß ist der Schritt für euch?

00:44:14: Ist das ein Stück Zukunft für euch, irgendwo allgemein auch oder ist es jetzt ein Experiment?

00:44:21: Das ist für uns ein Experiment.

00:44:22: aber wie du sagst, dass das erste Experiment ist, dass wir eine ganz neue Zielgruppe definiert haben.

00:44:27: Das zweite ist, was man ganz neue Getränkekategorie eröffnet hat und das dritte ist, und mit dem Getränk quasi auf Partner setzen.

00:44:41: Das sind Events, ja?

00:44:43: Weil ich glaube das Thema Momentgefühl da auch der Name den wir mit euch sozusagen dann nochmal geschärft haben nie zu früh nicht zu spät.

00:44:51: also ich glaube mega starker Claim weil wenn du dieses low Alkohol Genuss Jetzt wirklich mal, du hast keinen Baller.

00:44:57: Es ist Low Alkohol, es ist hundertprozentig natürlich.

00:44:59: Es kommt aus der Schweiz mit Ausnahme des italienischen Rosés.

00:45:03: Das ist einfach so meine Wohlfühler-Oase und das ist FÜVOR Feierabend, FÜvOR Afterwork, FUVOR ... Ausgehen, FüVOR am See sein, FÖVOR ins Wasser springen!

00:45:14: Du hast so viele Momente und Stimmungsidee dahinter und deshalb dieser Claim mit euch entwickelt nie zu früh, nie zu spät, elegant prickelnd.

00:45:21: Das is kurz, knackig, bündig für uns absolutes Neuland.

00:45:25: jetzt damit in die breite Disporation zu gehen und nicht mehr sozusagen am Steuer zu sitzen, sondern auf dem Beifahrer-Sitz zu sitzen.

00:45:32: Und einem anderen das Steuerrad zu übergeben?

00:45:35: Ich drücke euch extrem die Damen, dass dieses Produkt zündet und dass da wie ein neuer Trend entsteht mit einer neuen Kategorie, die ihr erfunden habt.

00:45:42: Das wäre sehr schön zu sehen!

00:45:47: In immer volleren Zeiten Es ist vielen bewusst, dass sie sich auch Zeit für Genuss nehmen müssen.

00:45:53: Es müssten besondere Momente sein aber es ist ein gewisser Stress da diesen Moment auch irgendwo für sich persönlich zu schaffen.

00:45:59: Wir haben gesagt, der Alkohol-Konsum allgemein pro Kopf ist rückläufig.

00:46:04: Aber nimmt in der Breite wieder zu.

00:46:06: Sepra Striping ist ein magisches Stichwort für nicht entweder oder sondern sowohl als auch.

00:46:13: Es braucht einfach einen ganz bestimmten Anlass indem alkoholfreie Getränke ziehen und Ja, ich denke schon für euch als Schüler ist es spannend diese Momente noch stärker rauszufinden.

00:46:30: In denen man dann auch ganz bestimmte Produkte platzieren kann.

00:46:33: Vielleicht seit Frage sind alkoholfreiweine für euch ein Thema?

00:46:38: Alkohol-Tepfeil sind für uns ein Thema.

00:46:42: Sie stehen auch immer stärker im Fokus.

00:46:44: Leider sag' ich mal sind viele nicht so gut dass du wie in der Bierindustrie sich schon parallel gleichwertig anbieten kannst.

00:46:54: Aber was ich definitiv sagen kann in den drei Jahren, wo ich bei Schule bin jedes Jahr wird der alkoholfreie Wein besser aber ist noch nicht sage ich mal auf dem Niveau dass er einen traditionellen Wein Paroli bieten kann.

00:47:08: es ist ja mehr.

00:47:09: der Moment ist das genießenes.

00:47:10: zusammen sein ist das Spaß haben und ich glaube wenn wir das wieder stärker in den vordergrund rücken dass eigentlich der moment wichtiger als als das produkt primär ist eigentlich dass du oder ich oder wer immer zusammen ist eine gute Zeit hat.

00:47:25: Und wenn wir es unter der Prämisse sehen, glaube ich wird der alkoholfreie Wein sowohl im Stillwein als auch im Schaumweinsegment sicherlich die nächsten Jahre dramatisch wachsen.

00:47:34: Ich finde es super spannend mit dir zu sammeln dieses ganze Thema Weinkonsum im Kontext von dem Genussthema allgemein anzuschauen.

00:47:44: was ich gerne noch bringen möchte, weil es irgendwo für mich so einen möglichen Weg auch beschreibt.

00:47:49: Wie man mit diesem Stress der Selbstoptimierung und ... Ich muss jetzt genießen quasi also wie man da ein Weg vielleicht auf hinten kann zu einem effektiv echten entspannten Genuss.

00:48:02: Das möchte ich einfach so bisschen an den Schluss hier stellen.

00:48:06: Ein langes erfülltes Leben entsteht nicht durch die lückenlose Überwachung von Körperwerten.

00:48:13: Es entsteht dort, wo Menschen einen Sinn finden sich als selbstgewirksam wahrnehmen und Teil von gesunden sozialen Netzwerken sind.

00:48:22: Konzepte wie gesunder Hedonismus oder die Achtzigzwanzig-Regel stehen beispielhaft für diesen Perspektivwechsel.

00:48:28: Genuss und Disziplin werden nicht länger als Gegensätze verhandelt sondern so austariert dass sie nachhaltige Freude ermöglichen ohne in gesundheitliche Risiken oder moralischen Rigorismus zu kippen.

00:48:43: Ich glaube, ich wünsche uns wie so eine Ausgefogenheit mit dem Thema.

00:48:48: OMR war kurz schon mal ein Thema, ich war dieses Jahr an der OMR und habe da einen sehr schönen Schlusstalk von Stuckradt von Barre und Sido erleben dürfen die sich da mit dem Talk... Alles über AI, Krypto und Longgivity eigentlich pauschal ein bisschen lustig gemacht haben.

00:49:08: Über die gesamte Marketingbubble.

00:49:10: Das war sehr erfrischend!

00:49:12: Und sich als Short-Givity-Experten geoutet haben mit ihrer Drogenkarriere, die jedoch auf beiden Seiten sehr exzessiv verlaufen ist... Ich glaube das geht einen Schritt zu weit.

00:49:21: Mir persönlich geht es einen Schritt so weit aber manchmal wünsche ich uns doch einen gewissen Humor oder eine gewisse... Ja, Leichtigkeit doch irgendwo im Umgang.

00:49:32: Und ja da kann ich dem doch ein bisschen was abgewähnen manchmal auch auf die Short Givity in der letzten Stadt auf die Long Givity.

00:49:40: Wir haben eine letzte Rubrik.

00:49:42: Siebenundzwanzig

00:49:54: wird Schula, dreihundertdreien, dreißig Jahre alt.

00:49:57: Ein tolles Alter!

00:49:58: Vor euch einen Anlass natürlich um nach vorn zu schauen und die Zukunft vom Unternehmen zu prägen und weiter aufzustellen.

00:50:04: was ist für dich Markus das Ding der Zukunft?

00:50:08: Ich glaube es geht alles um den Moment und das ist so ein bisschen wie eine große französische Marke die man ja den Claim hatte weil ich es mir wert bin.

00:50:18: Das muss im Mittelpunkt stehen.

00:50:20: wir dürfen einfach auch mal wieder ohne Parameter.

00:50:26: Einfach es uns gut gehen lassen, wenn wir als Schüler unseren Claim authentisch glaubhaft und mit unserer nächstes Jahr dreihundertdreiunddreißigjährigen Geschichte in der Schweiz aber auch in unseren Auslandsmärkten Deutschland und China sozusagen sauber vorleben.

00:50:44: gute Weine, gute Freunde, gute Zeiten.

00:50:47: Wenn der Claim-Programm ist ... Ich glaub dann sind wir als Schuler, sechsundvier, neunzig gut aufgestellt für die Zukunft in einem Markt, der schwieriger wird?

00:50:56: Wenn wir Rationalität und Emotionalität verbinden können, wenn wir auf den Moment setzen, dann, glaube ich, sind wir auch als Schüler gut aufgestellt und auch glaubwürdig haben eine Geschichte zu erzählen, eine Geschichte, die wir nicht erzählen weil sie uns gut tut sondern in das Leben der Menschen passt.

00:51:15: Das ist so wie du am Anfang gesagt hast, das erste Glas Wein mit der Familie, das nächste Glas Wein bei Freunden-Geselligkeit.

00:51:20: heute wenn du Freunde oder gesellige Momente hast gehört einfach eine gute Flasche Wein.

00:51:28: und gut heißt jetzt sozusagen nicht bei dir Etikettentrinker da muss irgendwie was Großes draufstehen und muss mindestens einen vierstelligen Betrag auslösen sondern es heißt einfach uns geht's gut wir haben Spaß.

00:51:39: Und das glaube ich ist, das müssen wir schaffen und da arbeiten wir dran.

00:51:45: Da können wir auch noch viel besser werden.

00:51:46: Vielen vielen Dank Markus für den Austausch!

00:51:48: Vielen vielen dank für unsere Ausflüge durch die Themen Genussgenerationen, Gesellschaft und ich glaube bis zu den spannenden Livemomenten... Ja, es sich immer wieder neu lohnen zu entdecken und neu zu gestalten mit neuen Ritualen oder auch mit neuen Produkten.

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00:52:17: Das war's für heute mit dem Blabla Lab.

00:52:19: Ich freue mich auf die nächste folge und sage Tschüss bis dann.

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