Christine Wawra: Warum kann man Unternehmen systemisch betrachtet nicht führen – sondern nur stören?
Shownotes
Wie bringt man eine Organisation in Bewegung? Wie wird aus einer Transformationsstrategie eine gemeinsame Realität? Und welche Rolle spielen Live-Erlebnisse, wenn echter Wandel entstehen soll?
In dieser Episode spricht Jonathan Schwarz mit Christine Wawra, Partnerin bei Doujak Corporate Development, systemische Beraterin, Coach und Familientherapeutin, darüber, warum sich Organisationen aus systemischer Sicht nicht einfach steuern, sondern nur in Bewegung bringen lassen. Gemeinsam diskutieren sie, warum Transformation nicht implementiert, sondern erlebt werden muss. Weshalb Organisationen keine Maschinen, sondern lebendige Systeme sind. Und warum Storytelling, Architektur und Live-Kommunikation weit mehr leisten als Kommunikation: Sie schaffen die Bedingungen dafür, dass Veränderung überhaupt entstehen kann. High Impact Events werden dabei zu mehr als Veranstaltungen. Sie werden zu Momenten, in denen Menschen eine neue Realität gemeinsam erleben – und genau deshalb Veränderung möglich wird.
Christine Wawra Christine Wawra ist Partnerin bei Doujak Corporate Development in Wien sowie systemische Beraterin, Coach und systemische Familientherapeutin. Seit fast zwanzig Jahren begleitet sie Unternehmen, Führungsteams und Menschen in Veränderungsprozessen. Ihr besonderer Fokus liegt auf der Gestaltung von High Impact Events, bei denen Organisationen Transformation nicht nur kommunizieren, sondern unmittelbar erlebbar machen. Internationale Erfahrungen aus Europa, Asien und Lateinamerika prägen ihren systemischen Blick auf Führung, Veränderung und Zusammenarbeit. Christine begleitet gemeinsam mit ihrer Kollegin Mirjam Seher seit Kurzem auch das Leadership-Team von Live Lab in einem Transformationsprozess. Umso spannender ist dieses Gespräch, denn es verbindet die Perspektive einer externen systemischen Beraterin mit den Erfahrungen eines Unternehmens, das sich selbst mitten im Wandel befindet.
Links Alpiq Expedition One: Anlässlich der Eröffnung des Pumpspeicherkraftwerks Nant de Drance entwickelte Live Lab für Alpiq eine dreimonatige, interaktive Mitarbeitenden-Expedition, die Alpiqs Werte in einer Phase des Wandels vor Ort und zu Hause gemeinsam erlebbar machte. Uster Technologies Purpose Launch: Gemeinsam mit Uster Technologies entwickelte Live Lab über anderthalb Jahre ein tief verankertes Purpose Statement, das zum 150-jährigen Jubiläum kanalübergreifend lanciert wurde und die Markenstrategie prägt.
Host Jonathan Schwarz
Follow us livelab.com, Instagram, LinkedIn, YouTube
Transkript anzeigen
00:00:00: Die Geschäftsführung, die nehmen sich ganz viel Zeit um sich mit den Themen zu beschäftigen.
00:00:04: Um ihr eigenes Zielbild zu entwickeln und dann wird es endlich kommuniziert Und dann wird davon ausgegangen dass das alle sofort umsetzen und es wird vergessen dass es da noch einen Zwischenschritt braucht nämlich Dass die Führungskräfte und Mitarbeiter die an Bord geholt werden noch nicht diesen Vorprozess hatten.
00:00:23: Herzlich Willkommen in Blabla Lab dem Podcast über Menschen Marken und Begegnungen.
00:00:29: Ich bin Jonathan Schwarz, Managing and Creative Director bei LifeLab.
00:00:33: Heute geht es um ein Thema, was mich seit anderthalb Jahren begleitet, weil ich zu dem Thema eine Fortbildung mache.
00:00:39: Es geht um systemische Beratung und die Leitfrage für die Folge ist warum kann man Unternehmen systemisch betrachtet nicht führen sondern nur stören?
00:00:52: Und ich habe heute einen Gesprächspartnerin hier zu Gast, der genau das seit fast zwanzig Jahren macht damit Bewegung entsteht.
00:01:01: Herzlich willkommen, Christine Wafra!
00:01:04: Ich freue mich, dass ich da bin.
00:01:05: Ich freu mich sehr auf den Dialog mit dir heute.
00:01:08: Du bist Unternehmensberaterin und Partner bei Duyak Corporate Development in Wien.
00:01:14: Du hast in Wyn und Paris studiert, in Indien, Hongkong, Mexiko, Mittel- und Osteuropa gearbeitet.
00:01:21: Wie man sieht, du bist also einiges rumgekommen.
00:01:24: Und du verbindest zwei Welten, die selten so zusammen kommen?
00:01:28: Du bist auf der einen Seite systemische Beraterin und auf der anderen Seite auch systemische Familientherapeuten.
00:01:35: Du begleitest Organisationen, auf der eine Seite genauso wie Menschen, Paare und Familien.
00:01:41: Bei mir hat es ja angefangen mit der Unternehmensberatung Und die Familienterapie ist dann als zweiter Weg dazu bekommen Und für mich war das dann immer so dieses, okay ich werde aus der Beratung weggehen und werde in die Familientherapie kommen.
00:01:55: Je mehr ich mich damit beschäftigt habe desto mehr hab' ich gemerkt wie gut diese beiden Felder zusammen passen und was für eine spannende Kombi es auch in der Arbeit ist.
00:02:04: falls total abwechslungsreiches und es doch recht viele Parallelen gibt würde ich mal sagen
00:02:10: Sehr viele Parallelen, gemeinsame Wurzeln auch wenn man ein bisschen zurück geht in die achtziger Jahre glaube ich wo die Familientherapie sehr stark geworden ist und dann auch in den Unternehmensbereich übersetzt wurde.
00:02:24: Seither wurden natürlich sehr viel daran gearbeitet das systemische Vokabular, die systemischen Ansätzen speziell für Unternehmen weiterzuentwickeln.
00:02:32: aber heute in dir als Person kommt auch beides wieder zusammen hier im Torke.
00:02:36: Du hast einen Spezialgebiet wie noch dazu und zwar die Konzeption und Moderation von High Impact Events, wir kommen später im Laufe des Talks noch ein bisschen stärker zu High Impact Event.
00:02:50: aber vielleicht magst du schon mal kurz in eins versetzen sagen was Was du damit meinst oder was das für dich ist?
00:02:56: Für mich sind die High Impact Events das, wo ganz viel von täglicher Change Arbeit zusammenkommt.
00:03:04: Also es sind wesentliche... Meilensteigende ist es am Anfang, wo ich mit dich ganz viel Energie erzeugen kann.
00:03:12: Und wir werden ja später wahrscheinlich noch zu diesem Thema irritieren kommen – wie kannst du die nur stören?
00:03:16: Die Systeme nur irritieren!
00:03:18: Genau bei einem High Impact Event gelingt mir das besonders gut und besonders effektiv, weil ich ganz viele Menschen im Raum habe, die dieses System repräsentieren.
00:03:28: Für mich sind sie auch wesentliche Kalibrierungspunkte um das Management dazu zu bringen, genau bis zu dem Event Entscheidungen zu treffen.
00:03:40: Das heißt es ist auch für uns ein wesentlicher Hebel, um Entscheidungen und Veränderungsstoßrichtungen ins Leben zu bringen.
00:03:51: Das ist ein guter Punkt, den kennen wir als Agentur natürlich auch sehr gut.
00:03:54: So einen Event hat immer eine Deadline und so eine relativ harte Deadline findet einfach dort statt.
00:03:59: da kann man nicht nochmal ne Woche schieben oder so sondern die Inhalte müssen alle ready sein.
00:04:03: zu diesem Termin
00:04:04: ja und ich glaube das was sozusagen ein normales event von einem high impact event unterscheidet ist dass es in einem Prozess eingebettet ist und dass es auch ganz klare Pläne gibt wie ich dann auch nachher weiter mache.
00:04:15: das heißt es ist nicht nur event und alle gehen raus.
00:04:17: uns sind glücklich dann gleich am nächsten Tag etwas anders.
00:04:23: Und das ist für uns in Veränderungsprojekten besonders wichtig, dass du es schaffst einen relevanten Unterschied zu erzeugen.
00:04:29: Ich glaube da haben wir stark in T-Saschung gesetzt für einen Prinzip den hinteren Teil von dieser Folge und ich freue mich darauf diese Themen mit dir weiter noch zu explorieren.
00:04:39: Es ist natürlich ein Part, der uns auch wahnsinnig stark miteinander verbindet an der Stelle.
00:04:43: Uns als Agentur, die wir eben solche Events auch schaffen, die ich als Unternehmensberaterin für die Events dann ein wichtiges Tool sind um Transformation voranzutreiben.
00:04:55: Du hast einen recht internationalen Weg gemacht über Wien, Paris, Indien, Hongkong und Mexiko.
00:05:02: Was hast du in all diesen verschiedenen Kontexten gelernt?
00:05:07: was du vielleicht nicht hättest lernen können, wenn du in Wien geblieben wärst?
00:05:11: Ich bin sehr international aufgewachsen.
00:05:14: Mein Vater war für die internationalen Beziehungen der Stadt Wien zuständig.
00:05:18: Das heißt Reisen und die Welt kennenlernen waren meinen Eltern sehr wichtig.
00:05:22: das heißt wir sind auch als Kinder schon viel gereist haben, viel gesehen Und für mich war dieses Eintauchen in neuer Welten, in neue Kulturen und auch in neuere Systeme etwas was mich total bereichert hat und was mir Spaß gemacht hat.
00:05:36: Ich glaube, ich bin ein sehr neugieriger Mensch und deswegen war diese Vielfalt für mich so genial.
00:05:43: Und ich glaube das ist auch der Grund warum ich dann auch in der Beratung geblieben bin und in kein Kundensystem hineingegangen bin.
00:05:49: Ich wollte einfach immer gern mit unterschiedlichen Systemen arbeiten und jedes System hat seine eigene Logik.
00:05:57: kann man schauen, wie Länder funktionieren, Kulturbereiche funktionieren.
00:06:02: Wie Unternehmen funktionieren aber auch, wie Familiensysteme funktionieren?
00:06:06: Ich glaube das was ich gelernt habe ist gut zu beobachten und dazu überlegen wo kann ich Anschlussfähigkeit sein oder eintauchen?
00:06:15: Und generell heutzutage sind, wenn du jetzt wirklich mit großen internationalen Organisationen arbeitest ist der Unterschied nicht mehr so groß ob du jetzt ein amerikanisch geführtes an europäisches oder ein asiatisches Unternehmen hast weil die alle nach ähnlichen Prinzipien arbeiten.
00:06:31: Aber wenn du im kleinen und mittelständischen Bereich bist finde ich sind die Unterschiede schon auch noch da.
00:06:36: Da gibt es eben doch spezielle kulturelle Kontexte die man lesen lernen muss für mich heute sich so an, sagen wir mal, je mehr verschiedene kulturelle Besonderheiten man kennengelernt hat vielleicht im Laufe seines Lebens.
00:06:50: Der ist so leichter es eben auch da nochmal einen neuen Kontext einzutauchen und die Besonderigkeiten auch zu lesen?
00:06:55: Ja würde ich auch so formulieren.
00:06:57: und ich würde auch noch sagen gerade für die Transformationsarbeit in internationalen Projekten wo ja alles Headquarter getrieben nach außen ausgerollt wird also das ist halt alles roll out rollout roll-out.
00:07:09: diese Perspektive des Rollins einzu... nehmen und zu überlegen, wie schlägt jetzt diese Strategie in dem Land auf?
00:07:17: Und was macht das?
00:07:18: Du beschäftigst dich jetzt auch gerade mit deiner Entwicklungsgruppe zum Thema Storytelling.
00:07:24: Also ich glaube dass die universelle Story die gleiche ist aber du brauchst dann dieses Lokalkolorit und musst es von einer anderen Perspektive durchdenken.
00:07:31: Was bedeutet das wirklich in Mexiko oder in Indien?
00:07:38: Du bist selbst eben auch in der Doppelrolle als Familientherapeutin und Unternehmensberaterin.
00:07:45: Das ist ja schon angeklungen, von dem her eine spannende Frage – was lernt man als Familientherapeuten über Organisationen?
00:07:52: Ich habe es dir auch schon ein bisschen gesagt.
00:07:56: Was ich gelernt habe ist vor allem Respekt für die Dynamiken und Muster in jedem System.
00:08:01: Auch wenn sie von außen im Moment nicht sehr hilfreich wirken oder sehr dysfunktional.
00:08:08: Sie haben eine Geschichte, es gibt einen Grund und es braucht ein Fingerspitzengefühl und eine feine Arbeit um diese Dynamiken oder diese Muster zu entwieren und um was Neues zu etablieren.
00:08:21: Und ich glaube das ist etwas, was natürlich im Familienkontext oft schneller geht.
00:08:25: also deswegen liebe ich die Arbeit mit auch mit Einzelpersonen aber vor allem auch mit Familien weil du sehr schnell was verändern kannst Und es sehr schnell merkst und spürst.
00:08:36: Gerade mit Kindern und Jugendlichen geht das so, ja?
00:08:40: Und in Organisationen braucht's halt länger.
00:08:41: Also da brauchts diesen langen Atem die Geduld des konstanten Impulses setzen.
00:08:46: Das brauchst du im persönlichen natürlich auch aber bei Organisationen ist es nochmal eine größere Masse von Menschen, die in dem System sind, die du bewegst und die du versuchst zu erreichen.
00:08:55: Also Themen sind schon ähnlich würdest du sagen Aber die Skalierung ist ne andere Träger hat das ne andere
00:09:00: Unternehmen?
00:09:01: Das ist ein bisschen eine risikoreiche Frage, aber wir sind noch gar nicht so tief eingetaucht miteinander.
00:09:07: Bin
00:09:08: ich gespannt, was du fragst!
00:09:09: Aber mich würde interessieren, was für eine Sicht du auf uns als Agentur-Alsorganisation hast?
00:09:14: Wir sind so dreißig Leute hier am Standort, umso zehn Jahre Geschichte.
00:09:19: Wir sind noch nicht allzu tief quasi im Projekt Mittenhander drin, aber vielleicht hast du so ein erstes Bauchgefühl oder so ein... Ja, es geht mich interessieren was du über uns denkst.
00:09:28: Für mich war es total spannend zu sehen, auf welchem hohen Professionalities-Level ihr unterwegs seid.
00:09:34: Also mein Bild – vielleicht auch naives Bild – war, dass ihr wahrscheinlich wahnsinnig stark seid.
00:09:39: Das ist das, was ich als Kooperationspartner erlebt habe in gemeinsamen Events und in der Umsetzung von High Level.
00:09:46: Projekten mit Kunden nicht nur auf der Marken- und Event-Ebene, sondern auch dieses prozesshafte Denken.
00:09:54: Das ist bei euch ja schon ganz stark vertreten.
00:09:56: Also wie ich dann gehört habe was ihr jetzt alles vor habt zur Transformation hatte ich so die Idee ich komme da jetzt rein und erkläre euch wie man es macht und dann hab' ich gemerkt nein!
00:10:06: Ihr macht das schon alles, was soll ich euch dann noch erklären?
00:10:11: Also ein extrem hohes Niveau auch intern wie eure Prosesse aufsetzt.
00:10:16: Wie ihr intern Experiences schafft füreinander die Kultur und euren Purpose spürbar machen wollt.
00:10:23: Und wo ihr da interaktiv gemeinsam verschiedene Dinge ausprobiert habt.
00:10:27: Das heißt für uns als Berater also für die Miriam und mich ist es total spannend weil wir auf einem sehr hohen Level andocken können durch die ähnliche Sprache, die wir sprechen oder eigentlich mittlerweile wahrscheinlich sehr, sehr ähnlichen Sprachen auch sehr schnell in ein gutes Arbeiten kommen können.
00:10:44: Deswegen freue ich mich besonders drauf.
00:10:45: aber es ist natürlich auch als Berater eine große Challenge da zu überlegen wie kann man euch stören?
00:10:54: Ja du hast
00:10:55: die Misslatte jetzt einfach so sehr hoch gehängt für alles was kommt in unserem Projekt.
00:11:00: das bin sehr gespannt wo uns das hinführt.
00:11:04: An dich vielleicht an der Stelle einfach noch eine Abschlussfrage, die ich jedem meiner Gesprächspartnerinnen stellen darf und zwar ist das folgende.
00:11:19: Ich habe schon so ein paar Momente, die so Gänsehautmomente waren oder die halt auch mir besonders in Erinnerung geblieben sind.
00:11:25: Das eine war die Übergabe vom Eigentümer, der bis zu dem Zeitpunkt auch Geschäftsführer war von dem Konzern Also quasi die Staffel übergeben hat an seinen Vorstandsteam.
00:11:39: Der war jetzt noch nicht irgendwie fünfundsechzig und ist in Pension gegangen, sondern eigentlich recht jung nach weil er gesagt hatte ich habe das richtige Team gefunden und die sollen mein Unternehmen weiterführen.
00:11:52: Und es war wirklich ein Ritual.
00:11:53: also der hat die Staffeln übergeben.
00:11:56: Das was so schön spürbar war war dieses Loslassen auch alle Emotionen die damit verbunden sind Und dieser große Respekt von denen, die das bekommen haben.
00:12:07: Also diese große Wertschätzung und auch alle, die im Raum waren, hatten so dieses Gefühl ich bin da gerade beim was Besonderem dabei.
00:12:15: Habt ihr dann eine bestimmte Geste gemacht?
00:12:17: Nein es war wirklich eine Staffel, eine Holzstaffel, die er ihnen übergeben hat und wo er auch etwas reingeschrieben
00:12:23: hat.
00:12:24: Wo er danach loslassen
00:12:25: musste.
00:12:27: Also das fand ich extrem berührend, also das war halt einfach wahnsinnig stark.
00:12:32: Ich glaube eben es war so berührendernd weil es halt echt war und in dem Moment sich genauso angefühlt hat wir hatten das nicht geprobt, haben nur gesagt und dann übergibt er die Staffel.
00:12:43: Und wie's dann soweit war hast du halt einfach gemerkt ist es allen bewusst geworden was es eigentlich wirklich bedeutet gerade.
00:12:49: Hey und dann kondensiert sich das ja... Also vor meinem inneren Auge jetzt gerade in so einer einfachen Geste von der Staffelholzübergabe, die aber in der Symbolik ja doch so viel mehr meint als dieses eine Holz was dann
00:13:01: dem
00:13:01: Besitzer wechselt.
00:13:02: Total!
00:13:02: Danke
00:13:03: für die Anekdote!
00:13:04: Gerne!
00:13:06: Ja damit steigen wir ein an unseren Hauptteil und wir angeln uns jetzt so step by step so dadurch... Was ist denn eigentlich systemische Beratung?
00:13:13: Wir haben den Begriff jetzt schon ein paar mal benutzt, aber müssen wir glaube ich schon nochmal erklären, was das dann eigentlich meint.
00:13:18: Wie gestaltet man Transformationen und welche Rolle spielen Events dabei?
00:13:23: Und damit wir mal noch ein bisschen besser erfahren, was systemische Beratungen denn jetzt eigentlich meint.
00:13:28: Habe ich eine Frage für dich bei der wir die systemische Brille quasi aufsetzen.
00:13:35: und die Frage an dich ist, was sieht man durch diese Brille?
00:13:39: wenn man auf dem Projekt jetzt drauf schaut, was man mit einer klassischen Managementbrille vielleicht nicht sieht?
00:13:48: klassischen Managementbrille ausgehen, dann würde ich sagen du hast ein Problem und du löst es.
00:13:55: Und danach ist hoffentlich alles gut und du bist den ganzen Tag eigentlich als Manager damit beschäftigt Probleme zu lösen Strategie umzusetzen Zu handeln zu agieren.
00:14:06: und das was sozusagen die systemische Sichtweise rein bringt ist Du beobachtest, du siehst etwas Ein Problem oder was noch immer es ist.
00:14:17: Und der zweite Schritt ist dieses Verstehen und Typodesenbilden, dieses einen Schritt zurückmachen.
00:14:23: Beobachten was passiert hier eigentlich gerade?
00:14:26: Warum ist dieses Problem da?
00:14:28: Welche Muster sind dahinter?
00:14:30: Haben wir uns hierher gebracht.
00:14:32: Was sind so wesentlicher Hebeln?
00:14:33: Was sind wesentliche Aspekte die vielleicht im ersten Moment nicht so sichtbar sind?
00:14:41: Und dann erst wird eine Intervention geplant und gesetzt.
00:14:46: Man könnte sagen, das klingt fast langsamer als jetzt das klassische Problem-Lösung aber ich glaube es ist oft die nachhaltigere Variante weil wir wissen dass Systeme nicht immer genauso funktionieren wie wir sie uns vorstellen mit, weiß ich nicht, Ampel.
00:15:03: Ich drücke auf die Bremse und das Auto bleibt stehen.
00:15:05: Das kann in einem System auch passieren, dass das System einfach nicht stehen bleibt obwohl du es willst.
00:15:12: Dann ist die Frage, wie bringe ich dieses System dazu in eine andere Richtung sich zu bewegen?
00:15:17: Also das ist jetzt schon so dass du dieses System immer wieder
00:15:21: benutzt
00:15:22: auch oder beschreibst und dieses System nehme ich jetzt mal mit, das kommt erst in den Blick wenn man halt nicht die ganze Zeit im Problem-Lösungsmodus ist.
00:15:29: dann sieht man vielleicht immer nur so ein Teil sondern wichtig ist so diesen halben Schritt ganzen Schritt drei Schritte zu machen und versuchen so dieses große System irgendwie in den Blick zu bekommen, jetzt mit dem Bild von der Ampelfletzer gesprochen.
00:15:43: Nicht nur da im Auto in der Situation mit der Ampel sitzen bleiben sondern einmal so rauszoomen wie bei Google Maps und das ganze Straßensystem sich anschauen.
00:15:51: Stören statt Steuern.
00:15:56: Das klingt irgendwie... Ein bisschen verstören vielleicht auch irgendwie.
00:16:01: Manchmal, wenn man jetzt aktiv eine Managementrolle hat, dann wirkt das ein bisschen machtlos vielleicht auch oder?
00:16:08: Also kann ich tatsächlich einen Unternehmen nicht steuern?
00:16:10: Ist doch mein Job eigentlich in Unternehmen zu steueren oder nicht?
00:16:14: Was ist jetzt?
00:16:16: Sein systemische Beraterin kommt daher und sagt, Steuern isst nicht!
00:16:21: Du kannst nur stören.
00:16:23: Siehst es gemeint.
00:16:24: erklären, dass unseren Kunden eigentlich nicht so.
00:16:28: Also
00:16:29: meistens
00:16:31: weil es eben komplex wirkt und dann sperrig wird und so disillusioniert.
00:16:34: das heißt wir tun's einfach.
00:16:36: also wir schauen dass wir die Interventionsarchitektur so aufsetzen was das möglich wird.
00:16:41: aber wenn man jetzt nochmal in diesen in diesen Erklärungs raster einsteigen also der Grundgedanke und da gibt es wahrscheinlich ganz viele Menschen die das viel besser erklären können als ich weil ich bin eher so die Praktikerin Aber der Grundgedanke ist, dass es eben eine Organisation aus Menschen besteht und Menschen schon einmal nicht so leicht zu steuern sind.
00:17:03: Und dann aber Menschen die miteinander kommunizieren, die eine gemeinsame Geschichte aufbauen, die gemeinsam interagieren, sind dann noch mal komplexer.
00:17:12: Wie wir ja wissen von uns selber oder auch von Familiensystemen In Stresssituationen greift man immer auf seine Ursprungsmuster zurück, also auf das was die eigenen Coping-Strategien.
00:17:27: Und das heißt wenn ich will, dass ein System eine neue Copingsstrategie entwickelt sich anders verhält dann muss es mir gelingen für das systemrelevante Angebote zu erzeugen sodass auch mal schaut und erkennt, vielleicht macht es Ihnen das anders auszuprobieren.
00:17:46: Vielleicht probiere ich es in einem sicheren Raum und teste mit Piloten was anderes sein könnte.
00:17:55: Der Grundgedanke ist mit diesem Stören wie erzeugig relevant oder aufmerksamkeit und wie unterstütze ich die Organisation sich selbst an das zu organisieren, neu zu ordnen.
00:18:07: Diese Schleife von Problemlösung, die funktioniert, wenn ich dich richtig verstehe im kleinen Kontext so manchmal.
00:18:15: aber manchmal ist vielleicht auch ein Problem vermeintlich gelöst und man geht dann mit der Aufmerksamkeit woanders hin und man bekommt gar nicht mit, dass das System sich noch gar nicht wirklich adaptiert hat.
00:18:27: Das Problem ist eben doch nicht gelöst sondern vielleicht nur schnelle Lösungen.
00:18:31: Und die Resonanz oder das System sich wirklich selbst mit Coping-Strategien neu ausrichtet und das ganze System einen anderen Fluss nimmt als vorher, dass es wie noch nicht erreicht.
00:18:42: Genau!
00:18:43: Für mich ist es immer so spannend... Also ich komme total oft in Projekte rein wenn's Konflikte gibt also weil eben diese Doppelrolle Psychotherapie und Beratung Konfliktsituationen.
00:18:55: Und das sind meistens sehr persönliche Themen, also wo Menschen auch wirklich nicht mehr miteinander in einem Raum sein können weil es einfach so kracht.
00:19:03: und das was dann für mich oft so sichtbar wird ist dass es gar nichts um ich mag dich nicht und du hast das gesagt geht eigentlich, sondern es geht um Strukturen die widersprüchliche Anreize setzen.
00:19:18: Um widersprächliche Ziele, um Unklarheiten und Unschärfen in den Rollen.
00:19:23: Und deswegen ist es so wenn man mir eine Führungskraft schickt fürs Coaching!
00:19:28: Ist das manchmal ein bisschen gefährlich?
00:19:30: Ich bin gespannt, wer
00:19:31: es hinführt.
00:19:32: Nein, oft dann einfach für mich so schnell sichtbar wird dass es natürlich darum geht das eigene Verhalten zu ändern.
00:19:39: aber es gibt Organisationen wo Führungskräfte in bestimmten Positionen immer wieder ausgetauscht werden und aus dem System rausgeschwemmt werden Und wo es eben darum geht einen anderen Rahmen, eine andere Struktur zu schaffen.
00:19:54: So dass auch wirklich also da wird jemand geholt um Veränderung zu bringen aber weder die Struktur noch die Prozesse noch die Zusammenarbeitmodelle sind angepasst.
00:20:04: das heißt ich habe Strategie und ich hab Person aber ich habe alles was dazwischen ist was noch fehlt.
00:20:11: Da arbeite ich total gern, um zu überlegen wie kann ich das rundherum bauen?
00:20:16: Sodass auch wirklich nachhaltig sich was verändern kann und diese Konflikte.
00:20:22: schrittweise aufgearbeitet werden.
00:20:24: und oft ist es auch nicht ein lösen der konflikte sondern einen sichtbar machen von anbevalenzen von.
00:20:30: Es ist nicht entweder oder sondern das ist sowohl als auch und wir haben hier eine normale spannung Und mit dieser spannung wären wir wahrscheinlich immer leben müssen.
00:20:40: und lass uns gemeinsam überlegen wie wir diese spannungen konstruktiv lösen können.
00:20:44: Für mich klingt es danach dass du auch stark daran arbeitest das eigentliche problem sage ich mal zu finden.
00:20:50: Im Alltag ist es so, ja das Problem taucht auf, Problem wird gelöst weiter geht's.
00:20:54: aber eben wenn es eigentlich Probleme damit nicht berührt wird und immer wieder auftaucht dann grebst du tiefer zooms raus versuchst das gesamte System auch bei einzelnen Personen in den Blick zu bekommen und vielleicht dadurch auch zu entdecken dass das problem offener ganz anderen Ebene liegt und irgendwo gar nicht zur Sprache gekommen ist und dann eben zu verbalisieren erst mal eine These aufzustellen, vielleicht liegt es an einer ganz anderen Sache.
00:21:22: Und von daraus dann weiterzuarbeiten.
00:21:24: Und ich glaube ein wesentliches Element in der systemischen Arbeit ist dieser Perspektivenwechsel.
00:21:30: also wir sind ja berühmt für unsere zirkulären Fragen.
00:21:33: Warst du dieses wie würde?
00:21:35: deinen Mitarbeiter, dein Kunde wie auch immer diese Situation beschreiben?
00:21:40: und das ist auch total hilfreich eben in schwierigen Situationen wo es Reibung gibt.
00:21:47: Diese Perspektive zu wechseln also einerseits Helikopterperspektive, Perspektiv von oben was passiert denn da eigentlich?
00:21:53: Warum geht's uns gerade so aber auch sich in die Schuhe des anderen zu versetzen und einmal zu überlegen Wie den Vertrieb, wenn er Produkte verkauft und die nicht produziert werden.
00:22:05: Oder wie ist es für den Produktionsbereich der dann Dinge umsetzen muss wo er schon immer gesagt hat das funktioniert nicht?
00:22:11: Also dieses wechselseitigste Verständnis zu schaffen uns überlegen wie können wir einerseits mit dieser Spannung leben oder andererseits vielleicht auch manchmal von schon Vorbeugen in dem wie wir miteinander im Vorfeld tun?
00:22:25: damit wird nachher besser zusammenarbeiten können.
00:22:28: Mir kommt gerade so ein Bild in den Sinn, das ich bei der Literatur innerhalb der Fortbilder auch gefunden habe.
00:22:36: Und zwar ist es ein Bild von Organisationen als Ganzes.
00:22:38: Wir sprechen ja vielleicht manchmal davon, dass eine Organisation funktioniert wie so einen Urwerk oder sowas wo so ein Zahnrad in das andere greift und es sind verschiedene Abteilungen die zusammenarbeiten und irgendwo das große Ganze vorantreiben.
00:22:50: aber die systemische Brille, die da jetzt draufschaut.
00:22:55: Die würde sagen ja nee das entspricht eigentlich nicht so der Wahrheit.
00:22:58: dieses Bild funktioniert in der Praxis eigentlich anders.
00:23:02: Das Bild von einer Organisation Dass man hat wenn man eine systemische Brille aufhat dass ist sehr viel mehr ein Fluss.
00:23:09: vielleicht also Organisationen die fließt die strömt.
00:23:13: und Wenn man jetzt einen Flussstrom verändern möchte dann kann man eben versuchen Störungen zu setzen, also irgendwo vielleicht einen großen Stein ins Wasser zu werfen oder eine Umleitung zu machen.
00:23:27: Aber dieser Fluss wird wie eine eigene Kraft immer noch haben.
00:23:29: Der wird immer noch einen eigenen Willen auch haben und man kann dann beobachten hat diese Intervention die man da setzt hat die gewünschte Wirkung?
00:23:37: geht der Fluss jetzt wirklich in eine andere Richtung weiter?
00:23:41: Oder war die These vielleicht eine falsche?
00:23:43: Hat man den Stein oder was auch immer irgendwo vielleicht falsch platziert die Intervention falsch gesetzt und muss noch mal eine neue These aufstellen, um den Fluss umzusteuern.
00:23:53: Aber das ist wie ein ganz anderes Bild, weil in so einen Zahnradwerk kann man irgendwie anders eingreifen als in so einem Flussstrom.
00:24:01: Total!
00:24:02: Das beschreibt
00:24:03: aus meiner Sicht irgendwo nach allem womit ich mich bis jetzt außen ersetzen konnte, aber die Realität doch sehr viel besser, weil es sehr viel komplexer in der Realität meist zugeht als in einer Karikatur von dem Urwerk.
00:24:16: Es ist wahrscheinlich nicht der Einestein?
00:24:19: Sondern es sind mehrere Steine.
00:24:21: Das führt uns quasi wie zum nächsten Thema auch gerade, zum Begriff Interventionsarchitektur und zwar ist das ja so ein handwerkliches Ding in der systemischen Beratung dann eben Thesen natürlich in Maßnahmen zu übersetzen, dann auch zu überlegen, wie kann man die Ziele erreichen, die man miteinander gehen möchte?
00:24:41: Und diese Maßnahmen werden in so einer Architekturt gebaut, quasi.
00:24:47: es ist so ein bisschen wie eine Roadmap auch an Maßnahmen die man jetzt ergreifen möchte um die Strategie Wirklichkeit werden zu lassen oder eben ne Roadmap von Interventionen.
00:24:58: Um dabei der systemischen Beratung und dem Hochkabular zu bleiben was sind das für Intervention?
00:25:04: Kannst du ein paar Beispiele bringen wie man da in der systemische Beratungen unterwegs ist wenn man so eine Transformation erkannt hat und nach vorne gehen möchte?
00:25:13: welche Bausteine benutzt man also?
00:25:16: Vielleicht fange ich mal an mit den Architekturebenen, weil die sind relevant.
00:25:22: Damit man auch versteht welche Interventionen da hineinpassen.
00:25:26: Wir haben eine Ebene, das ist die Steuerungsebene.
00:25:31: Wie steuere ich die Transformation?
00:25:34: Wem brauche ich da auch an wesentlichen Entscheidungsträgern?
00:25:37: Ist es jetzt der Vorstand?
00:25:39: Ist jemand aus der Eigentümerstruktur?
00:25:43: Sind's auch wesentlicher andere?
00:25:45: Je nachdem wie die Organisation aufgebaut ist, also wem brauche Ich da um in einer Steuerungslogik zu kommen und auch um wesentliche Entscheidungen in der Transformation zu treffen?
00:25:55: Die zweite Ebene ist die inhaltliche Ebene, also je nachdem worum es geht in der Transformation.
00:26:01: Ob es jetzt eine Integration ist?
00:26:03: Ob es ein neues Geschäftsmodell ist?
00:26:07: Ein Kulturprojekt oder ein IT-System das eingeführt wird gibt ganz viele Arbeitspakete.
00:26:13: Das ist dann eigentlich alles was so mit Projektmanagement zu tun hat.
00:26:16: Dann haben wir eine Ebene wo es darum geht zu enablen.
00:26:20: Also wie bringe ich die Führungskräfte aber auch die Mitarbeiter.
00:26:24: Wie befähige ich sie?
00:26:25: Wie bringe ich sie dazu, dass Sie die Kompetenzen und Fähigkeiten aber auch die richtige Haltung haben um mit diesem neuen Zielzustand den wir uns ja wünschen durch die Transformation gut umzugehen und denen auch gut zu begleiten.
00:26:37: Dann haben wir eine Ebene Kommunikation und da haben wir zwar schon im Vorfeld gesprochen das es irgendwie spannend ist.
00:26:43: also was wird darunter verstehen?
00:26:46: weil das sind halt so Sachen wie eine wesentliche Info-Mail, ein Newsletter, ein Blogpost, ein Video vom CEO die Town Hall Meetings und so weiter.
00:26:58: Also so wäre das jetzt sozusagen zu verstehen.
00:27:00: sagen wir mal so weil da werden wir vielleicht auch noch ein bisschen diskutieren.
00:27:03: Und dann haben wir eine Ebene die schon auch relevant ist es nämlich die Evaluation.
00:27:07: wenn wir sagen wir arbeiten iterativ in Schleifen Wir beobachten wir bilden Hypothesen wir setzen Interventionen beobachte ich ja nachher genau wieder, okay dieser Stein den ich jetzt in den Fluss geworfen habe hat er gereicht?
00:27:21: was hat der bewirkt?
00:27:22: Was hat der ausgelöst und was braucht es möglicherweise als nächstes.
00:27:26: Das heißt wir arbeiten wenn das die systemische Schleife sehr iterativ.
00:27:30: also all diese agilen Prinzipien passen da super dazu und schauen nicht nur wie bewegt sich das Gesamtsystem sondern auch was passiert in den einzelnen Stechodergruppen im einzelnen Teilbereich.
00:27:44: Es gibt einen sehr guten Überblick, glaube ich.
00:27:46: Was man da so vorfindet, wenn man jetzt von einer Interventionsarchitektur spricht.
00:27:51: Zwei Gedanken vielleicht dazu?
00:27:53: Ich finde zum einen wahnsinnig spannend oder ich erlebe systemische Beratung.
00:28:00: So ein konzeptionelles kreatives Handwerk auf so einer Mikroebene und auf einer Makroebene.
00:28:06: Die Makro-Ebene ist, finde ich, der große Plan, dass man über ein ganzes Jahr hinweg vielleicht auch eine Roadmap sich überlegt und gestaltet.
00:28:16: Und die Mikroebne ist das halt.
00:28:18: systemische Beratung hat ganz viel Handwerk zur Verfügung gestellt um bis in persönliche Gespräche rein bis in Workshop Situation hinein Ganz gezielt Intervention zu setzen, also die Art und Weise wie wir miteinander sprechen.
00:28:32: Ob wir das zu zweit tun oder ob wir es zu dritt tun, ob zwei sprechen und einer zuhört und wird das zirkulieren lassen?
00:28:39: Oder ob es drumherum noch einen Kreis gibt von Menschen, die das beobachten, die darauf wieder Resonanz geben?
00:28:44: All diese Gesprächssituationen sind sehr detailliert in der systemischen Beratung reflektiert und in ganz viel Handwerk übersetzt, weil jede von diesen Situationen sehr bewusst inszeniert werden kann um bestimmte Ziele zu erreichen.
00:28:59: Gerade auch wenn es eben persönliche Konflikte gibt muss man da sehr sensibel mit umgehen.
00:29:04: und ja also ich mache die Vollbildung jetzt seit anderthalb Jahren.
00:29:08: für mich ist das eine total starke Ergänzung zu dem was ich als Kreativdirektor jetzt über zehn Jahre hinweg gemacht habe.
00:29:16: Weil irgendwo es arbeitet man als Agentur so immer eher am großen Story Strang.
00:29:24: Und an der großen Metapher, aber hier bricht man halt die Kommunikation bis in das One-to-One runter und soweit kommt man als agentur meistens nicht sagen jetzt mal.
00:29:35: Aber für mich ist es eine super spannende Ergänzung, auch in der Art und Weise wie ich mit unseren Kunden einfach zusammenarbeiten kann oder wir Kunden auch begleiten können bis in Workshop-Situationen auf Events rein.
00:29:47: Und dann die eben auch inszenieren kann.
00:29:50: und da kommt schon drauf an, in welchem Winkel man die Stühle zusammen zueinander hinstellt.
00:29:54: Ja?
00:29:54: Und ob du einen Tisch im Raum hast oder nicht oder ob du gemeinsam spazieren gehst
00:30:00: Oder fallen mir auch ganz viele Präsentationssituationen ein, muss ich sagen.
00:30:02: Wo man bei Kunden präsentiert und merkt, das Setting in dem Raum ist einfach nicht optimal, vielleicht zu präsendieren wegen Tisch zum Beispiel.
00:30:09: Das
00:30:09: sind die ganzen
00:30:10: Themen.
00:30:11: wie groß sind die Distanzen im Raum?
00:30:12: Wer sieht's wo und was macht das für einen?
00:30:16: Also genau da gibt es ganz viele Ebenen also die räumliche, die soziale, zeitliche, inhaltliche.
00:30:22: Wir machen uns viel Gedanken um den Workshop.
00:30:23: Designs und Workshopkonzepte, das stimmt.
00:30:26: Also das finde ich wahnsinnig stark!
00:30:27: Und es ist wie gesagt eine Riesenbereicherung.
00:30:32: Wo ich gemerkt habe so als aus Agentursicht ist dass mir manchmal fehlt mir diese Zwischenebene zwar quasi zwischen Makro so diesem großen Entwurf wo man so ganz viele Intervention am Horizont setzt und dieser Mikro-Ebene, wo alles sehr bewusst gestaltet wird, fehlt mir manchmal dieses Element dazwischen.
00:30:50: Was ist die Story oder das verbindende Element, was so alles zusammenhält?
00:30:56: Da habe ich den Eindruck eben dass da ganz viel Potenzial auch noch in der systemischen Beratung drinsteckt war man die Transformation entwickelt zusammen mit den Stakeholders,
00:31:08: Und
00:31:09: da gibt es oft Momente, wenn man da in Workshops zusammensitzt wo eigentlich schon so Bilder entstehen.
00:31:14: Also eine formuliert vielleicht mal ist im Haifischbecken oder man ist irgendwie auf dabei Brücken zu bauen oder man is in der Seilschaft auf dem Berg rauf gibt viele solche solche Metaphern und Archetypen.
00:31:25: aber es finde ich sehr spannend dass dort eigentlich wie ein Kern schon ist von von Narrativ von Story die man dann noch noch größer machen könnte eben glaube ich in so einer Transformation entfalten kann.
00:31:38: Was glaubst du, welche Rolle spielt so eine Story?
00:31:41: Also für uns spielt sie ein extrem wichtiger Rolle weil wir beginnen ja immer mit dem Zielbild.
00:31:46: also es gibt immer dieses Jahr wir müssen uns verändern und so ja alle sind sicher eigentlich wir müssen das verändern.
00:31:50: Es gibt auch so ungefähr Vorstellungen wo hin verändern Und wenn man dann aber genauer nach fragt ist es dann vielleicht doch einen Elephant und eine Schiraffe und gleichzeitig hat's noch was von einem Schmetterling.
00:32:04: Wir arbeiten da oft zuerst einmal wirklich inhaltlich.
00:32:07: Was soll sich ändern auf strategischer Ebene, auf Organisations- und Strukturebene?
00:32:12: Und wie wirkt sich das in der Kultur im Mindset in der Zusammenarbeit aus?
00:32:16: Also wir arbeiten sozusagen am Zielbild auf diesen drei Ebenen und schauen was sind so die größten Stretches zum Istzustand also dieses diese großen Veränderungsfelder.
00:32:29: dann als zweiter Schritt total wichtig ist, wenn man damals mit den wesentlichen Entscheidungsträgern ein gemeinsames Bild hat.
00:32:36: Ist zu überlegen eben diese Change Story.
00:32:40: Und ich finde es... also wir arbeiten ja ganz viel mit Metaphern.
00:32:43: Also dieser IS-Zustand in einem Bild und der Zielzustand in einen Bild.
00:32:47: Dann hast du aber halt fünfzehn Bilder!
00:32:51: Wie bringst du da ein gemeinsomes Bild?
00:32:54: Und dieses Bild ist dann auch dieser Bezugsrahmen für die Geschichte.
00:32:58: Solange man in einer kleinen Gruppe ist, kann man ja mit ganz vielen verschiedenen Bildern arbeiten um verschiedene Aspekte vielleicht von der Transformation oder von Problemstellung auszudrücken.
00:33:08: Ich finde es dann wahnsinnig spannend wenn's vom kleinen Kreis von eingeweihten, mit dem man am Anfang unterwegs ist, von so einem Transformationsstaff sagt man da auch Wenn man mit denen anfangen möchte zu kommunizieren nach außen.
00:33:21: Das ist ein Moment wo es kritisch wird mit zwei, drei, vier oder auch fünfzehn verschiedenen Bildern.
00:33:26: Genau
00:33:28: und genau das ist dann eben diese Change Story dieses warum müssen wir uns verändern?
00:33:33: wohin wollen wir uns verändert?
00:33:35: wie?
00:33:36: was ist danach anders?
00:33:37: wie fühlt sich das dann auch an?
00:33:39: Und was bedeutet es denn auch für uns als Organisationen und für jeden Einzelnen?
00:33:45: Und dieses was bedeutet das für unsere Organisation und jeden Einzeln ist dann auch schon wieder das wo dann Individualisierung dieser Individualisierungsschritt auch passieren kann, dieses was bedeutet es für mich.
00:33:56: Da dürfen dann auch wieder unterschiedliche Bilder sein aber mit was bedeutet das für uns aus Organisationen?
00:34:01: da ist es total wichtig bei diesen Bildern auch zu bleiben.
00:34:05: und ich merke oft dass für die Geschäftsführung, die nehmen sich ganz viel Zeit um sich mit den Themen zu beschäftigen.
00:34:14: Um ihr eigenes Zielbild zu entwickeln und dann wird es endlich kommuniziert und dann werden davon ausgegangen dass das alle sofort umsetzen und es wird vergessen dass es da noch einen Zwischenschritt braucht nämlich dass die Führungskräfte und Mitarbeiter die am Board geholt werden noch nicht diesen Vorprozess hatten sondern sich erst damit beschäftigen müssen.
00:34:32: und wir wissen ja es gibt diese SIEMA-Regel du musst Dinge sieben mal hören bis sie auch wirklich ankommen.
00:34:38: Und das ist dann das, wo es ganz viel Geduld braucht, nämlich die selbe Message und die selben Story sieben Mal zu erzählen und noch immer mit derselben Emotion und der selben Grundintentionen.
00:34:54: Wir sind an einem ganz spannenden und wichtigen Punkt angekommen.
00:34:58: Transformationsvermittlungen, nämlich von der Kognition zur Emotion auch rüber zu schalten.
00:35:03: Da kommen Events als ein sehr wichtiges Instrument ins Spiel.
00:35:07: Ich möchte an der Stelle einen Gedanken vorlesen aus der Literatur, den ich bei der Königswieserschule gefunden habe.
00:35:16: und da kommen wir zum nächsten Rubrik!
00:35:19: Hältest du das gedacht?
00:35:23: Die Königswieserschule beschreibt etwas, das mein Verständnis von High Impact-Events grundlegend verändert hat.
00:35:31: Sie nennen es das Transformationssystem als präfigurativer Prototyp.
00:35:37: Die These dahinter ist radikal – wenn ein Unternehmen sich wirklich verändern will nicht nur optimieren sondern Muster brechen möchte dann reicht es nicht aus die Veränderungen zu planen.
00:35:51: Das Transformationssystem muss die Veränderung in sich selbst schon vorleben.
00:35:55: Es muss präfigurativ sein, es muss zeigen wer das Unternehmen sein will bevor das Unternehmen da ist.
00:36:07: Wie wichtig ist dieser präfigurative Moment aus deiner Sicht?
00:36:12: Extrem wichtig!
00:36:18: Das, was du am Anfang vor allem machst in Change-Projekten ist eben dieses Zukunftsbild aufzeichnen.
00:36:25: Und das war die Gefahr und das erlebe ich auch jetzt so in individuellen Veränderungsprozessen.
00:36:30: wenn du mal dieses Zukunftspiel hast und dann merkst wo bin ich gerade?
00:36:35: dass es plötzlich sich extrem weit weg anfühlt.
00:36:40: Und deswegen geht's dann auch darum das dann den kleinen Schritte aufzuteilen und zu schauen wie komme ich dorthin?
00:36:45: Aber es lohnt sich einfach so, wenn ich einmal in dieses Zukunftsbild hineingeschlüpft bin und einmal gespürt habe welche Kraft das hat, wenn wir dann dort angekommen sind.
00:36:55: Und deswegen ist es besonders am Anfang extrem relevant solche Räume zu schaffen dass es so das eine wo diese präfigurative Erleber wird und das andere ist.
00:37:07: aber Wenn ich will, dass ein System anders arbeitet, sich anders organisiert muss ich auch diesen Rahmen verändern, wie es miteinander interagiert.
00:37:15: Und deswegen ist es auch total wichtig die Transformationsarchitektur und das Zusammenarbeiten ab dem ersten Tag schrittweise anders zu gestalten.
00:37:24: Es ist total ein Unterschied ob jetzt immer nur der Vorstand auf der Bühne ist oder wenn ich sage, ich möchte starke Partizipation eine starke zweite Ebene, ob bei dem Kickoff-Event neben dem Vorstand schon die zweite Ebense steht.
00:37:38: Das erinnert mich jetzt noch ein bisschen an Familientherapeutisches Thema vielleicht auch.
00:37:41: Also ich kenn's von meinen eigenen Kindern, wenn ich Dinge nicht anfange vorzuleben dann kann ich Dinge noch so lange nie erzählen.
00:37:47: Sie werden sich in erster Linie abschauen was ich tue und dann dem folgen.
00:37:52: ja es hilft nichts wenn ich das nur erzähle aber nicht selber vorlebe ist dass so ein Präfigurativ war im Moment.
00:37:58: Genau das eine ist dieses Vorleben.
00:37:59: und das andere ist das Transformationssystem also bestehend aus denen die die Transformation treiben und denen die Entscheidungen treffen.
00:38:09: Und denen, die tagtäglich arbeiten plus Berater wenn er dabei ist in diesen neuen Settings schon aufzusetzen.
00:38:16: Das heißt ich hab nicht nur die Geschäftsführung in einem Staff-Mitting oder in einem Kernteam oder einer Vorbereitung für eine Führungskräfteklausur sondern ich habe Leute die später auch beteiligt oder getroffen sind.
00:38:29: Die entscheidenden Schnittstellen müssen da schon
00:38:31: gesetzt sein, ja?
00:38:33: Also ich baue im Prinzip diese Events anders auf als ich es davor gemacht habe.
00:38:37: Oder ich bau vielleicht auch die Meetings um also das was bei uns total oft der Fall ist dass wir Die Standard-Meetings, die wesentlichen Meetings für Entscheidungen getroffen werden ziemlich schnell umdesignen.
00:38:52: Aber nicht komplett sondern so leicht also dass du immer wieder kleine neue Impulse sichtbar machst.
00:38:57: Wir haben jetzt einen Kunden wo es ... Also diese eine wahnsinnig große Gruppe mit vielen verschiedenen Konzernunternehmen und das Ziel ist Gruppenwertung.
00:39:06: wir wollen gemeinsam agieren, wir wollen uns stärker nach außen auch als Gruppe positionieren und wir wollen Synergien heben.
00:39:14: Und wir wollen das Potenzial aus der Gruppe nutzen.
00:39:16: Das, was Sie gemacht haben, Sie haben Kernthemen definiert die sie gerne als Gruppel durchführen möchten und haben für diese Kerntheman auch wirklich Personen nominiert, die ihnen für die Gruppe dieser Themen bearbeiten.
00:39:29: Haben eine Governance-Struktur, eine Entscheidungsstruktur aufgebaut.
00:39:32: Das was total spannend für mich war, dass die trotzdem aus der Hohling konzipiert und moderiert wurden.
00:39:41: Das ist so das erste, was wir gerne ändern würden.
00:39:44: Wir würden gern eure wesentlichen Steuerungstermine, wo ihr zusammenkommt und Themen diskutiert in eine andere Verantwortung geben – mit einer Gruppenverantwortung!
00:39:54: Und das war am Anfang total irritierend für den Vorstand.
00:39:59: Ja es hat mehrere Anläufe gebraucht und es musste immer wieder….
00:40:03: also wir haben immer Feedback-Loops im Management-Meetings... Und da kam das dann aus der Gruppe.
00:40:13: Wie es dann aus die Gruppe gekommen ist, noch mal anders.
00:40:16: Weil der Vorstand hat auch oft gesagt ja sie haben so viel zu tun wir wollen jetzt nicht mit zusätzlicher Arbeit und das interessiert die doch gar nicht.
00:40:26: Die haben dann selber gesagt irgendwie wir würden da gerne mehr mitkriegen was da passiert Wir würden uns da gerne einbringen und dann war's möglich.
00:40:35: Das klingt ja eigentlich nach nicht so ein Riesending, dass man die Verantwortung da von der Vorbereitung von sowas bisschen verschiebt.
00:40:42: Aber unter Umständen ist es doch sehr kennzeichnet dafür wie die Zukunft des Unternehmens auch aussehen soll und da glaube ich irgendwo eine.
00:40:52: Also Bewusstsein dafür haben, dass solche Änderungen Match entscheidend sind.
00:40:56: Das ist glaube ich ein sehr starker Punkt in der systemischen Beratung.
00:41:00: Ich möchte so mal Richtung Event den Schwenk machen.
00:41:03: Wie wird denn jetzt in einer Transformationsarchitektur?
00:41:07: In einer Interventionsarchitektor?
00:41:10: wie wird aus einem normalen Event einen High Impact Event?
00:41:13: Was einen wesentlichen Unterschied macht ist die Vorbereitung und die Nachbereitung Und dieses Denken des Events als integraler Bestandteil Bestandteil eines Prozesses.
00:41:23: konzentriere ich mich nur auf die inhaltliche Ebene.
00:41:26: überlege ich mir, welche Emotionalen nicht nur Botschaften, sondern auch Erlebnisse möchte ich schaffen.
00:41:32: Und wie soll die soziale Struktur ausschauen?
00:41:34: Wer bereitet vor?
00:41:36: Wer ist Teil der Gestaltung von Aktionen am Event?
00:41:40: Also wer wird dort auf der Bühne sichtbar sein?
00:41:42: Wer wird in Workshops sichtba sein?
00:41:44: wer bereitet Inhalte im Vorfeld auf?
00:41:46: Wie können sich alle möglicherweise oder idealerweise alle Teilnehmer für dieses Event vorbereiten?
00:41:52: Wir überlegen ganz stark, wie schaffe ich eine eine Beschäftigung mit den Inhalten schon davor.
00:41:58: Das, was ich glaube auch noch mal ganz wichtig ist und wo es auch manchmal gar nicht so leicht ist dran zu bleiben – was passiert nachher mit den Ergebnissen?
00:42:07: Was davon wird in die Linie übertragen?
00:42:09: Also was nehmen die Führungskräfte für ihre eigene Arbeit konkret mit ihren Teams?
00:42:14: Wie schaffe ich aber auch nebenbei organisationales Lernen?
00:42:18: Wie machen wir dann auch nochmal eine Reflexion, was da eigentlich passiert ist bei dem
00:42:22: Event?".
00:42:25: Bettung von einem Event eigentlich in die ganze Transformation rundherum, damit es ein High Impact Event wird.
00:42:32: Was ihr auch gehört habt ist das Event vielleicht ein bisschen weniger Bühne ist im klassischen Sinne für die Präsentationen einer Strategie oder von der Transformation sondern vielleicht mehr der Ort ist an dem sich die Transformation für ein paar Stunden schon ereignet hat.
00:42:52: Zukunft vielleicht sogar vorweg nimmt.
00:42:54: das jetzt ein bisschen utopisch, vielleicht gesprochen.
00:42:56: Aber es kann natürlich ein super spannendes Ziel sein eigentlich zu schauen dass man bestimmte Stakeholder schon in eine Rolle reinbringt die sie in Zukunft haben sollen und das schon an einem Event inszeniert.
00:43:07: und deswegen ist nicht Moderator XY sowieso immer schon gesetzt oder nicht die CEO Speech sowieso schon gesetzt dass die immer zwei Stunden in Anspruch nennt sondern das halt unter Umständen ganz andere Leute eine Bühne bekommen und eine Funktion bekommen, dort eben ein Stück Zukunft schon inszeniert wird.
00:43:27: Und wenn du dir die Engagementkurve anschaust dann ist idealerweise am Event alles dabei von Kopf kognitiv verstehen worum es geht auch Platz geben ums zu verarbeitet aber dann eben dieses Dialogische dieses vielleicht auch irritiert sein begeistert sein Auch über Widersprüche und Spannungen sprechen können in Breakout Sessions in Workshops.
00:43:49: Ich glaube, es braucht genau das in Kontextsetzen im Bezug setzen.
00:43:54: Auch emotional sich damit beschäftigen, damit ich dann ein Commitment und eine Handlungsorientierung bekommen.
00:44:01: Idealerweise schaffen wir bei diesen High Impact Events durch den Prozess gemeinsam durchgehen.
00:44:08: Das ist am Ende auch so ein Gefühl von wo könnte... Wie könnte es sich anfühlen, wenn wir dort angekommen sind?
00:44:16: Wo wir gerne sein möchten.
00:44:17: Und was braucht's?
00:44:18: Was muss ich dafür tun damit das gelingt und was kann ich als ersten Schritt morgen im Büro tun um einen ersten Schritt in diese Richtung zu machen?
00:44:28: Wir haben hier im Podcast auch schon zwei Cases besprechen können auf die wir an der Stelle gerne verweisen und auch in den Show Notes die Cases verlinken.
00:44:38: Das eine ist Geschichte rund um Oster Technologies.
00:44:41: Die hatten hundertfünf jubiläum.
00:44:43: und sind in der großen Transformation auch selbst über hundertfünfzig Jahre hinweg immer am Transformieren kann man sagen.
00:44:51: Sie bewegen sich ja so weg von einem klassischen Hardware-Entwickler und Provider, hin zu einem Solution-Provider.
00:44:59: Und wir haben mit ihnen rund ums Jubiläum dann auch ihren Purpose entwickeln dürfen als etwas was Konstantes im Allemwandel.
00:45:05: Dieser Purpose ist dann auch zur zentralen Inszenierung an Jubilänsevents geworden eigentlich so weggeführt von der ganzen Produktinszenierung, die es in der Vergangenheit immer gewesen ist hin zu einer Inszenierung von Menschen und ihren Geschichten.
00:45:23: Und der Art und Weise wie Oster zusammenarbeitet mit Partnern weil das viel wichtigerer Narrativ geworden ist jetzt diesen Wandel.
00:45:30: Das andere Beispiel ist Alpic.
00:45:32: für sie haben wir verschiedene große Mitarbeitenden Events auch machen dürfen Und sie differenzieren sich immer stärker über ihre Kultur, die sie leben miteinander auch.
00:45:42: A Different Kind of Energy ist ihr Claim und wir durften das Alpic Verse ins Leben rufen beim letzten mitarbeitenden Event wo die Energie ausgefallen ist und dann über verschiedene Aktivierungen wieder hergestellt werden musste und so dieses different kind-of energy herausgefunden werden musste auch unter den Mitarbeitenden was das denn is.
00:46:02: und es fing ein wahnsinnig spannender Aspekt eigentlich diese Events auch unter dem Aspekt zu betrachten, dass da ein Stück Zukunft vielleicht auch schon vorweggenommen wurde.
00:46:12: Mit beiden Kunden dürfen wir auch weiter arbeiten – das sind keine Stand-alone Events so und das sind große Transformationsprozesse um diesen Wandel eben weiter voranzutreiben und diese Geschichte weiter zu erzählen.
00:46:25: Also das Schöne ist am Anfang wenn du was bewegen willst und dieses Zukunftspiel sichtbar machen willst, es sind diese Events meistens mit ganz viel Energie verbunden Und dann geht es in die Umsetzung und dann passiert ganz viel.
00:46:39: tägliches tun und wieder zurückrutschen in Routine, was neu ausprobieren.
00:46:43: Dann funktionieren viele Dinge aber manche Dinge gar nicht mehr weil sozusagen da auch so ein Gap ist zwischen Zielbild- und Iststand und dieses alte gilt nicht mehr, das Neue ist noch nicht da.
00:46:56: Das heißt es gibt viel Reibung, viel Widerstand, Irritation... Was wir ja gut finden als Systemiker!
00:47:01: Weil das heißt dass das System das was wir gerade initiieren als relevant erachtet und damit können wir arbeiten.
00:47:07: also für uns sind das immer wieder so Anker, Kalibrierungs-Meetings oder Möglichkeitenräume.
00:47:14: Wo wir uns mit dem, wo wir eigentlich hinwollen verbinden und antocken und auch Fortschrittsicht bemachen
00:47:21: können.".
00:47:21: Und dann fand ich einen ganz starken Moment gerade eben zu überlegen des Events innerhalb von solchen Transformationsprozessen, innerhalb von solchen Interventionen die man setzt hat wie ein Schaufenster in der Zukunft auch sein kann wo man dieses prefigurative Element hat, das schon heute etwas vorgeformt ist.
00:47:42: Zukunft schon da ist die man anstrebt, die man als Zielbild für die Strategie vielleicht gesetzt hat.
00:47:48: Das Ding der Zukunft, Christine!
00:48:01: Das ist natürlich eine steile Frage.
00:48:03: aber was ist wirklich das Ding der?
00:48:06: Was wird aus deiner Sicht die Art prägen, wie wir Organisationen begleiten und verändern?
00:48:12: Für mich ist total relevant Beziehung vor Inhalt.
00:48:16: Also so dieses Beziehungen erzeugen weil ich glaube das erst wenn du Beziehungsherstellst dann auch wirklich Platz für den Inhalt ist.
00:48:24: Und ich glaub gerade in Zeiten von KI wo du dir ja auch ganz viel Inhalt auf ganz unterschiedlichen Arten basteln kannst und auch also ich erlebe es ja auch in der Praxis als Psychotherapeutin Also die KI ist für viele auch Sparing-Partner in psychotherapeutischen Themen, nicht nur in Organisationsthemen.
00:48:43: Ich glaube ich es auch dieser Aspekt von Resonanz und also so dieses gemeinsam was erleben und den Resonanzeilen zu etwas extrem relevant.
00:48:55: Das ist ein super schönes Thema weil's eben auch eine tolle Konstante ist in allem Wandel.
00:49:00: Und ich glaub ne Konstante die ja nicht irgendwo immer gleich ist sondern Beziehung Leben in Resonance gehen immer spannend, egal zu welcher Zeit man lebt.
00:49:11: Auch in unserer Zeit.
00:49:13: Christine vielen Dank für den Talk!
00:49:16: Vielen Dank fürs Eintauchen ins Systemische Beratung und den Firmen-Milientherapie auch ein Stück weit.
00:49:23: Bin sehr gespannt auf die Zeit, die wir gemeinsam noch erleben werden im Zuge der Transformationen, vor uns haben.
00:49:32: Wir verlinken dein Profil natürlich auch in den Show Notes, da kann man sich weiter mit Christine connecten.
00:49:40: wir verlinken auch Informationen zur SPI Ausbildung und natürlich wer wissen möchte wie wir bei LiveLab High Impact Events gestalten der kann dort auch die Links finden zu den Cases von Uster Technologies und von Alpic.
00:49:55: Wenn dir die Episode gefallen hat, dann abonnier doch gerne unseren Podcast oder folg uns auf Instagram oder LinkedIn.
00:50:02: Oder schau vorbei auf unsere Website www.lifelab.com.
00:50:07: Das war's mal wieder mit Blabla Lab!
00:50:09: Ich sag tschüss und bis zum nächsten Mal.
Neuer Kommentar